Darin wird die Bedeutung des Bausektors für die Steuereinnahmen hervorgehoben und die elektronische Rechnungsstellung als Instrument zur Verbesserung der Kostenkontrolle, zur Reduzierung von Fehlern und zur Erhöhung der Dokumentensicherheit genannt
SANTO DOMINGO.- Beim monatlichen Mittagessen von Acoprovi, dem Verband der Wohnungsbauunternehmen und -entwickler, hob die Generaldirektion für interne Steuern (DGII) die Stärke des Bausektors als wichtige Säule der dominikanischen Wirtschaft hervor. Derzeit macht er 12,2 % der Wirtschaftsleistung aus und verzeichnet bis Juni 2026 ein jährliches Wachstum von 14,9 %, was etwa 30 % des Anstiegs des monatlichen Indikators für die Wirtschaftsleistung in diesem Monat entspricht.
Der Geschäftsführer des Unternehmens, Pedro Urrutia, wies auch auf das hohe Investitionsvolumen im Immobiliensektor hin und warnte davor, dass dieser Sektor solide Rückverfolgbarkeits- und Kontrollmechanismen benötige. Er betonte, dass die elektronische Rechnungsstellung nicht nur eine steuerliche Pflicht, sondern auch ein Instrument zur Verbesserung der Kostenkontrolle, zur Reduzierung von Fehlern und zur Erhöhung der Dokumentensicherheit sei.
Das Baugewerbe ist ein Schwergewicht in Bezug auf Steuerbeiträge
Urrutia gab an, dass die über das Finanzsystem für den Wohnungsbau und -erwerb bereitgestellten Mittel bis März rund 650.306 Mio. RD$ erreichten, was einem Anstieg von 15,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Im Hinblick auf die Steuereinnahmen trug der Bausektor zwischen Januar und Juli dieses Jahres 21.226,7 Mio. RD$ bei, was 3,6 % der gesamten Steuereinnahmen der DGII (Generaldirektion für Innere Steuern) entspricht. Die für die ITBIS beliefen sich im ersten Halbjahr auf 244.314,7 Mio. RD$, 4,7 % der im Land insgesamt deklarierten Mehrwertsteuer.
In seinem Vortrag „Die Steuervision für den Wohnungsbau“ erklärte der Beamte, dass diese Indikatoren die Bedeutung des Baugewerbes als zentralen Motor der wirtschaftlichen Erholung bestätigen, da es Investitionen, Kredite, Beschäftigung, Baumaterialien und damit verbundene Aktivitäten mobilisiert. Er argumentierte, dass das Steuersystem diese Expansion unterstützen sollte, ohne unnötige Komplexitäten einzuführen, und sicherstellen müsse, dass die Steuerpflichten vom Projektbeginn bis zum Abschluss klar verständlich sind.
Der Immobiliensektor fordert Kontrolle
Der Generaldirektor der DGII warnte, dass der Immobiliensektor aufgrund des hohen Investitionsvolumens robuste Rückverfolgbarkeits- und Kontrollmechanismen benötige. In diesem Zusammenhang stellte er die elektronische Rechnungsstellung nicht nur als steuerliche Pflicht, sondern auch als Instrument zur Verbesserung der Kostenkontrolle, zur Reduzierung von Fehlern und zur Erhöhung der Dokumentensicherheit dar.
„Ein transparenter Bausektor ist auch für inländisches und ausländisches Kapital attraktiver“, erklärte er. Der Beamte schloss daraus, dass die DGII (Generaldirektion für Steuern und Abgaben) und die Bauunternehmen nicht im Konflikt stünden, da sie das gemeinsame Interesse an einer Wirtschaft hätten, die Investitionen anziehe, Arbeitsplätze schaffe und den Zugang zu Wohnraum für die Bevölkerung der Dominikanischen Republik erweitere.
Anleihen für kostengünstigen Wohnraum
Urrutia kündigte an, dass er bis Ende 2026 ausstehende Zahlungen in Höhe von rund 1 Milliarde RD$ für die Anleihe für kostengünstigen Wohnraum leisten wird. Dies ist Teil einer mit dem Finanz- und Wirtschaftsministerium getroffenen Verpflichtung zur Unterstützung der Entwicklung von Wohnungsbauprojekten und zur Erleichterung des Bauvorhabens.
Er erklärte, dass Treuhandgesellschaften die Anwendung der Bürgschaft über das virtuelle Büro der Institution beantragen können. Das neue System befinde sich in der finalen Anpassungsphase und werde Ende September verfügbar sein. Dadurch könne das Verfahren vollständig digital und ohne physische Dokumente abgewickelt werden. Die DGII erwartet, dass die Maßnahme die Bearbeitungszeiten verkürzt und die Rückerstattungen an Käufer beschleunigt.
Der Beamte betonte, dass die Förderung Familien dabei helfe, die Anzahlung für ein Haus zu leisten oder den Finanzierungsbedarf zu reduzieren. Er merkte außerdem an, dass derzeit 60 % der laufenden Wohnbauprojekte dem bezahlbaren Wohnraum dienen, was die wachsende Bedeutung dieses Segments auf dem Immobilienmarkt widerspiegele.
Neue allgemeine Regel
Eine weitere Ankündigung von Pedro Urrutia während seines Treffens mit Bauunternehmern war die Entwicklung eines Entwurfs einer allgemeinen Regelung , die die Verpflichtung zum Einbehalt eines Teils der ITBIS gemäß der Allgemeinen Regelung 02-05 aufheben würde, wenn der Lieferant als elektronischer Aussteller zugelassen ist und die Transaktion durch eine elektronische Steuerquittung belegt wird.
Der Vorschlag, der derzeit zur öffentlichen Kommentierung ausliegt, betrifft Dienstleistungsverträge zwischen Unternehmen und könnte insbesondere KMU entlang der Bauzulieferkette zugutekommen. „Die Aufgabe der DGII besteht darin, Steuern zu erheben, aber wir müssen auch die Einhaltung der Steuervorschriften zunehmend vereinfachen“, erklärte er. Die Behörde wolle klare Regeln festlegen, Verfahren vereinfachen und die Digitalisierung ihrer Dienstleistungen vorantreiben.
Er fordert mehr Transparenz
Der Leiter der DGII rief die Branche zu mehr Transparenz und zur Einhaltung der Geldwäschebekämpfungsvorschriften auf. Er wies darauf hin, dass die Institution im Juli die Bekanntmachung 12-26 veröffentlicht habe, um zu präzisieren, welche Bauunternehmen als verpflichtete Stellen gelten.
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