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„Wir müssen lernen, mit dem Unerwarteten zu rechnen“: Experten fordern angesichts extremer Wetterereignisse verstärkte Präventionsmaßnahmen

SANTO DOMINGO.– Heftigere Regenfälle, stärkere Hurrikane und zunehmend höhere Temperaturen gehörten zu den Warnungen, die gestern, Dienstag, den 19. Mai, während der Konferenz „Prevention 360“ ausgesprochen wurden. Bei diesem Treffen in Santo Domingo kamen nationale und internationale Spezialisten aus den Bereichen Risikomanagement, Meteorologie, Geologie und Katastrophenschutz zusammen.

Die Veranstaltung diente als Plattform für Diskussionen über die Herausforderungen, vor denen die Dominikanische Republik angesichts immer häufigerer und komplexerer Naturphänomene steht, in einem Kontext, der vom Klimawandel und der Verwundbarkeit der karibischen Inselgebiete geprägt ist.

Eine Warnung, die über das Wetter hinausgeht

Meteorologe John Morales eröffnete den Tag mit dem Vortrag „Wir müssen lernen, mit dem Unerwarteten zu rechnen“, in dem er erklärte, wie die aktuellen Wetterbedingungen das Verhalten von Stürmen, Regenfällen und tropischen Wirbelstürmen verändern.

In seiner Rede hob Morales technologische Hilfsmittel hervor, die die Überwachungs- und Frühwarnfähigkeiten verbessert haben, darunter Wetterradare, die in der Lage sind, Starkregen mehrere Stunden im Voraus zu erkennen.

Er brachte auch die Möglichkeit ins Spiel, automatische Warnsysteme über Mobiltelefone einzuführen, um die Bevölkerung in Echtzeit vor extremen Ereignissen zu warnen.

Der Experte warnte außerdem vor dem Anstieg der Meerestemperatur, einem Phänomen, das die rasche Intensivierung tropischer Wirbelstürme in höhere Kategorien begünstigt.

Prävention, Schwachstellenanalyse und Planung

Die Konferenz brachte außerdem Experten zusammen, die analysierten, wie die Auswirkungen von Naturkatastrophen nicht nur von der Stärke des Phänomens abhängen, sondern auch von Faktoren wie der Verwundbarkeit städtischer Gebiete, Armut, Ungleichheit und dem Zustand der Infrastruktur.

Unter den Teilnehmern befand sich der chilenische Geograph Marcelo Lagos, der in Lateinamerika für seine Studien zu Erdbeben, Tsunamis und raumplanerischer Risikominderung bekannt ist. Ebenfalls anwesend war die Umweltpsychologin Laís Pinto De Carvalho, die sich mit dem menschlichen Verhalten in Krisen- und Extremsituationen auseinandersetzte.

Zu der Veranstaltung gehörten auch Reden des Direktors des Emergency Operations Center (COE), Juan Manuel Méndez; des Geologen Osiris De León, Spezialist für seismische und geologische Fragen; und des Ministers des Präsidialamtes, José Ignacio Paliza.

Die Präsentationen behandelten Themen im Zusammenhang mit struktureller Resilienz, Raumplanung, menschlichem Verhalten angesichts von Notfällen und der Reaktionsfähigkeit der Bürger.

Eine Debatte, die über eine Konferenz hinausgehen will

Tagsüber wurde zudem die Notwendigkeit betont, die Präventionskultur in der Dominikanischen Republik zu stärken, einem der karibischen Länder, das stark von Hurrikanen, Überschwemmungen und Erdbeben betroffen ist.

Experten waren sich einig, dass Prävention nicht länger nur als Reaktion auf Notfälle betrachtet werden sollte, sondern Bestandteil der Stadtplanung, der öffentlichen Politik und der nachhaltigen Entwicklung werden muss.

Die Konferenz „Prevention 360“ fand im Manuel-Rueda-Saal in Santo Domingo statt. Teilnehmer waren Studenten, Fachleute, Vertreter von Rettungsdiensten und Repräsentanten verschiedener öffentlicher und privater Institutionen.

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Luisa Saldaña
Luisa Saldaña
Journalistin mit Erfahrung in digitalen und Printmedien. Jurastudentin mit Interesse an Wirtschaftsentwicklung und den Schnittstellen von Wirtschaft, Stadt und Gesellschaft. Schreiben ist für mich ein Weg, die Welt um uns herum zu erforschen und zu verstehen.
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