SANTO DOMINGO – Die US-amerikanische Einwanderungsbehörde (USCIS) kündigte während einer Live-Übertragung eine Reihe von Änderungen an, die sich auf verschiedene Einwanderungsprozesse auswirken werden, von Anträgen auf Aufenthaltsgenehmigung bis hin zu Touristen-, Studien- und befristeten Arbeitsvisa.
Die Maßnahmen sind Teil einer Verschärfung der Sicherheitskontrollen und Hintergrundüberprüfungen, die von den US-Behörden auf Tausende von Einwanderungsakten angewendet werden.
Verfahren, die ausgesetzt würden
Zu den angekündigten Maßnahmen gehört eine vorübergehende Aussetzung von Entscheidungen im Zusammenhang mit Daueraufenthaltsgenehmigungen, Arbeitserlaubnissen, Verlängerungen des DACA-Programms und des vorübergehenden Schutzstatus (TPS).
Laut der Einwanderungsbehörde soll die Aussetzung neue Sicherheitsüberprüfungen durch erweiterten Zugriff auf Bundesdatenbanken und zusätzliche biometrische Überprüfungen ermöglichen.
Als Ergebnis dieser Überprüfungen können einige Bewerber erneut vorgeladen werden, um bereits durchgeführte Verfahren zu wiederholen, wie z. B. die Abgabe von Fingerabdrücken oder die Einreichung ergänzender Unterlagen.
Die neue Frage, die bei einem Konsularinterview den Unterschied ausmachen könnte
Eine der bedeutendsten Änderungen betrifft diejenigen, die einen Antrag auf ein Nichteinwanderungsvisum stellen, darunter Visa für Tourismus, Studium und befristete Beschäftigung.
Gemäß den neuen konsularischen Richtlinien der USCIS müssen Antragsteller mündlich erklären, dass sie in ihren Herkunftsländern keine Verfolgung oder Misshandlung befürchten, damit das Verfahren fortgesetzt werden kann.
Experten für Einwanderungsfragen glauben, dass diese Bestimmung künftige Auswirkungen auf diejenigen haben könnte, die später versuchen, in den Vereinigten Staaten politisches Asyl zu beantragen.
Laut von internationalen Medien zitierten Anwälten könnten die Behörden diese Aussage nutzen, um die Glaubwürdigkeit von Personen in Frage zu stellen, die zunächst leugnen, in ihren Ländern Angst zu empfinden, und dann um Einwanderungsschutz bitten.
Auch die sozialen Medien werden überprüft
Die USCIS berichtete außerdem, dass die Beurteilung von Einwanderungsanträgen auch die Überwachung sozialer Medien und die digitale Überprüfung von Inhalten umfasst, die von Antragstellern veröffentlicht werden.
Die Organisation betonte, dass diese Instrumente Teil der neuen Analysemechanismen seien, die dazu dienen, mögliche Unstimmigkeiten, Konflikte oder potenziell gefährdete Elemente in Einwanderungsakten aufzudecken.
Was empfiehlt die USCIS Personen mit laufenden Verfahren?
Angesichts der verschärften Kontrollen empfiehlt die Behörde, persönliche Daten auf dem neuesten Stand zu halten, auf offizielle Anfragen umgehend zu reagieren und befristete Genehmigungen, die demnächst ablaufen, rechtzeitig zu verlängern.
Die US-Behörden stellten klar, dass die Anträge zwar nicht automatisch abgelehnt würden, die neuen Maßnahmen aber zu längeren Wartezeiten, strengeren Überprüfungen und größerer Unsicherheit für Tausende von Antragstellern führen könnten.
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