Angesichts des Klimawandels gewinnt die Suche nach effizienteren und umweltfreundlicheren Gebäuden immer mehr an Bedeutung. Daher konzentriert sich das Bauen der Zukunft auf neue Materialien, die den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen reduzieren und weniger Umweltverschmutzung verursachen. Materialien wie beispielsweise umweltfreundlicher Asphalt, Recyclingkunststoff, Holz, Aluminium, Bambus, Stampflehm und Kork sind hierbei besonders hervorzuheben.

Die Baubranche befindet sich in einem beispiellosen Wandel. Die Entwicklung neuer Technologien ermöglicht bedeutende Innovationen im Bauwesen und verändert die traditionelle Auffassung der Branche.
Diese Revolution reduziert nicht nur Kosten und Zeitaufwand in diesem Sektor, sondern führt auch zu nachhaltigen und effizienten Konstruktionen, die eine höhere Produktivität und Sicherheit gewährleisten.
Wir stellen Ihnen zehn Technologien vor, die Branchenmodelle verändern:
3D-Druck
3D-Druck im Bauwesen bezeichnet den Einsatz von 3D-Drucktechnologien als primäres Verfahren zur Herstellung von Gebäuden oder Bauteilen. Aktuell werden verschiedene Verfahren dieser Technologie im Baumaßstab angewendet. Dazu gehören unter anderem Extrusion, Pulverkleben und additive Fertigung. Sie findet vielfältige Anwendung im privaten, industriellen, gewerblichen und öffentlichen Sektor.
Die Vorteile dieser Innovation im Bauwesen sind vielfältig. Besonders hervorzuheben sind die schnellere Bauweise, die höhere Präzision und Komplexität der Entwürfe, die bessere funktionale Integration und die erhebliche Abfallreduzierung.
Vorfertigung
Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Versuche der Vorfertigung. Wenn ein Element oder ein Prozess die Eigenschaften besitzt, in einer Fabrik oder vor Ort hergestellt zu werden, und man sich für die Fabrikproduktion entscheidet, spricht man von einem vorgefertigten Produkt. Dies ermöglicht eine optimale Nutzung der verfügbaren Ressourcen und reduziert den Arbeitsaufwand vor Ort.
Vorgefertigte Systeme haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, um sich an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Dieser Trend führte zur Entwicklung von mittelschweren und leichten vorgefertigten Systemen, die dem Sektor sowohl beim Transport als auch bei der Montage Vorteile bieten. Dies resultierte in optimierten Prozessen, bei denen die Komponenten in Werkstätten gefertigt werden und eine größere Flexibilität bei der Montage vor Ort ermöglichen.
Drohnen
Drohnen werden schon seit einiger Zeit eingesetzt und revolutionieren die Bauindustrie, insbesondere bei Großprojekten, da sie die schnelle Erfassung von grafischen Bildern ermöglichen und so täglich Informationen über den Baufortschritt liefern. Dies ermöglicht eine effektive Überwachung und die Durchführung aller notwendigen Kontrollen und Inspektionen der verschiedenen Bauphasen.
Gleichzeitig haben Drohnen in der Bauindustrie als Sicherheitsinstrument für Arbeiter und als Garantie für Betreiber und Auftraggeber Einzug gehalten. Ihr Beitrag zum Bauwesen reicht von Logistikaufgaben über Echtzeitinspektion und -steuerung bis hin zur Generierung von Big Data zum Baufortschritt und erhöhter Sicherheit.
Robotik
Die Automatisierung ist im Bauwesen längst als Innovation etabliert. Bereits 2014 wurde der Motor Mason vorgestellt, ein mechanischer Maurer, der Ziegel in Höchstgeschwindigkeit verlegte. Ein Jahr später folgte der neue Maurerroboter SAM100, der eine bis zu fünffache Steigerung der herkömmlichen Produktivität versprach. Seitdem sind weitere Roboterlösungen mit demselben Ziel entstanden: höhere Produktivität und Zeitoptimierung im Baugewerbe, mit besonderem Fokus auf Präzision, Sicherheit und Geschwindigkeit.
BIM-Plattformen
Building Information Modeling (BIM) ist eine kollaborative Arbeitsplattform, die Architekten, Ingenieuren, Genehmigungsbehörden und anderen Projektbeteiligten die gemeinsame Bearbeitung ermöglicht. Sie konzentriert sich auf die Erstellung und das Management von Bauprojekten und hat zum Ziel, alle Projektinformationen in einem digitalen Informationsmodell zu zentralisieren.
Dieses Modell stellt eine beispiellose Weiterentwicklung traditioneller, planungsbasierter Entwurfssysteme dar. Es integriert geometrische, zeitbezogene, kostenbezogene, umweltbezogene und wartungstechnische Informationen. Sein Einsatz beschränkt sich nicht auf die Entwurfsphase, sondern erstreckt sich über alle Projektausführungsphasen und den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Dadurch ermöglicht es ein effizientes Gebäudemanagement und senkt die Betriebskosten.
IoT
Das Internet der Dinge (IoT) revolutioniert auch die Bauindustrie. Es verändert nicht nur die Art und Weise, wie Gebäude genutzt werden, sondern auch deren Bauweise. IoT verändert das Gebäudeökosystem grundlegend, und zwar von Beginn des Lebenszyklus an, bereits in der Planungsphase. Building Information Modeling (BIM), nachhaltiges Bauen, intelligente Vorfertigung und intelligentes Baumanagement sind nur einige Beispiele dafür, wie das IoT den Sektor transformiert.
Erweiterte Realität
Augmented Reality (AR) hat schrittweise Einzug in verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens gehalten. Im Baugewerbe hat sie sich rasant weiterentwickelt. Ein Grund dafür ist, dass sie Architekten, Bauherren und Bauarbeitern ermöglicht, ein Projekt in der realen Welt maßstabsgetreu zu visualisieren und sogar damit zu interagieren.
Diese Technologie ermöglicht es, einen Raum zu erkunden und sich darin zu bewegen, noch bevor er existiert. Sie hilft dabei, strukturelle Details zu visualisieren, Materialien präzise zu berechnen, Merkmale zu modifizieren und die Energieeffizienz des Gebäudes zu bewerten.
Nachhaltige Materialien
Angesichts des Klimawandels gewinnt die Suche nach effizienteren und umweltfreundlicheren Gebäuden immer mehr an Bedeutung. Daher konzentriert sich das Bauen der Zukunft auf neue Materialien, die den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen reduzieren und weniger Umweltverschmutzung verursachen. Materialien wie beispielsweise umweltfreundlicher Asphalt, Recyclingkunststoff, Holz, Aluminium, Bambus, Stampflehm und Kork sind hierbei besonders hervorzuheben.
Selbstheilender Beton
Im Zuge der Entwicklung neuer, die Bauindustrie revolutionierender Materialien sticht selbstheilender Beton besonders hervor. Dieses Material enthält Mikrokapseln, die den Beton bei Entstehung eines inneren Risses aufbrechen und reparieren. Es zielt darauf ab, geplante Obsoleszenz zu vermeiden und zeichnet sich durch seine Langlebigkeit und geringere Umweltbelastung aus.
Big Data
Big Data bietet der Bauindustrie durch prädiktive Analysen zahlreiche Vorteile. Die riesigen Datenmengen unterstützen Projektmanager dabei, im Vorfeld bessere Entscheidungen zu treffen. Es ermöglicht die Erfassung großer Datensätze, was wiederum das Verständnis von Wettermustern verbessert, Wettervorhersagen vor Projektbeginn ermöglicht, Standorte mit widrigen Wetterbedingungen identifiziert und vieles mehr.
Heute gilt Predictive Analytics als eine der vielversprechendsten Technologien für die Industrie. Auch für die Zukunft wird ein starkes Wachstum erwartet.
Quelle: Alpha Hardin




