SANTO DOMINGO – Das rasante Wachstum von Punta Cana bemisst sich nicht mehr allein an Hotelzimmern oder Touristenzahlen, sondern auch an der Belastung der grundlegenden Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund hat Präsident Luis Abinader dem Nationalkongress einen Kredit in Höhe von 400 Millionen US-Dollar zur Modernisierung der Trinkwasser- und Abwasserversorgung der Region vorgelegt.
Laut Dokumenten, die dem Kongress vorgelegt wurden, und Berichten der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) zielt die Finanzierung darauf ab, zu verhindern, dass die Ausweitung des Tourismus den Zugang zu Wasser und die Nachhaltigkeit der sanitären Einrichtungen in der Region gefährdet.
Die mit der internationalen Organisation unterzeichnete Finanzierung entspricht der dritten Phase des umfassenden Programms für Trinkwasser, allgemeine Sanitärversorgung und Wiederverwendung, das vom Nationalen Institut für Trinkwasser und Abwasser durchgeführt wird.
Drei Komponenten
Das Projekt umfasst drei Kernkomponenten: den Ausbau der Trinkwasserinfrastruktur, die Entwicklung des Sanitärsystems und die Stärkung des Wassermanagements, einschließlich der Wiederverwendung von Wasser. Laut Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) zielt die Initiative darauf ab, die öffentliche Gesundheit zu verbessern, den Küstengrundwasserleiter zu schützen und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen in prioritären Gemeinden zu erweitern.
Das Programm umfasst Zehntausende von Haushalten im Gemeindebezirk Verón–Punta Cana, einem der am schnellsten wachsenden städtischen Gebiete des Landes, wo das Wachstum die installierte Kapazität der Dienstleistungen überstiegen hat.
Zahlungsmethode
Finanziell gesehen sieht der Vertrag eine Rückzahlungsfrist von 19,5 Jahren mit einer tilgungsfreien Zeit von 5,5 Jahren und halbjährlichen Zahlungen vor. Der Zinssatz ist variabel und wird, wie im Vertrag festgelegt, auf Basis des internationalen Marktzinses berechnet.
Das Dokument legt außerdem fest, dass die Vereinbarung von beiden Häusern des Kongresses genehmigt und von der Exekutive in Kraft gesetzt werden muss, um wirksam zu werden. Werden diese Voraussetzungen nicht innerhalb eines Jahres nach Unterzeichnung erfüllt, ist der Vertrag nichtig.
Laut der Ankündigung des Präsidenten ist die Initiative Teil einer umfassenderen Sanitärstrategie in Küstengebieten, wo der Zugang zu Wasser und die Entsorgung flüssiger Abfälle zu entscheidenden Faktoren für die Nachhaltigkeit der Tourismusentwicklung geworden sind.
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