Mehr als 7.000 Änderungen der Bauordnung wurden genehmigt.
Entnommen aus TRD
Die Zukunft der New Yorker Skyline ist… Holz?
Die Verwendung von Brettsperrholz, einer Art Holzwerkstoff, der aus miteinander verleimten Holzplatten besteht, wird bald in allen fünf Bezirken erlaubt sein.
Am Donnerstag genehmigte der Stadtrat weitreichende Änderungen der Bauordnung. Diese erlauben unter anderem die Verwendung von Spezialhölzern in Bauprojekten mit einer Höhe von bis zu 85 Fuß (sechs bis sieben Stockwerken). Obwohl einige Gebäude in der Stadt bereits mit diesem Material gebaut wurden, waren dafür umfangreiche und separate Genehmigungen erforderlich.
Die Änderung lässt die Stadt im Vergleich zu anderen US-Städten weiterhin hinterherhinken und ist anderen Ländern in Bezug auf die Legalisierung von Holztürmen um Lichtjahre hinterher. In Kanada beispielsweise wurden bereits Dutzende solcher Türme errichtet
Anfang des Jahres genehmigte der International Code Council, eine Organisation, deren Empfehlungen häufig als Richtlinien für Kommunen dienen, die Verwendung von Holz in Gebäuden mit bis zu 18 Stockwerken. Regionen mit einer florierenden Holzindustrie, darunter Washington, Oregon, Utah, Idaho, Maine und Kalifornien, haben die Empfehlungen oder abgewandelte Versionen davon rasch übernommen.
Brettsperrholz (CLT) gilt als nachhaltiger als Stahl und Beton und ermöglicht durch seine Vorfertigung eine Verkürzung der Bauzeit. Aufgrund fehlender Normen und der begrenzten Anzahl an Herstellern ist es jedoch nach wie vor teurer als herkömmliche Baustoffe.
Diese Woche hat der Stadtrat mehr als 7.000 Änderungen der Bauordnung genehmigt.

Eine weitere beschlossene Änderung reduziert die zulässige Mindestdeckenhöhe für Kellerwohnungen in Zweifamilienhäusern von zwei Metern auf zweieinhalb Meter. Die Änderung erfolgte, nachdem bei einem heftigen Regenguss ein Dutzend Menschen in Kellerwohnungen ertrunken waren, was die Debatte über eine weitere Legalisierung von Kellerwohnungen in der Stadt neu entfachte.
Bürgermeister Bill de Blasio hat die Legalisierung als Mittel zur Schaffung zehntausender bezahlbarer Wohnungen propagiert. Jüngste Todesfälle haben jedoch Zweifel an solchen Änderungen aufkommen lassen.
Die Änderungen der Bauordnung beinhalten auch beschleunigte Prüffristen für Aufzüge und regelmäßige Inspektionen von bewohnten Gebäuden während der Bauphase, um sicherzustellen, dass die Arbeiten den Mieterschutzplänen entsprechen.




