SANTO DOMINGO.– Mehr als zwölf Stunden sind vergangen, seit eine Explosion am Montagnachmittag vor der Insel Saona einen Katamaran mit etwa 35 Personen an Bord in einen Feuerball verwandelte, und das Unternehmen, das das Schiff betrieb, schweigt weiterhin.
Keine einzige Stellungnahme, kein Wort gegenüber den Medien, kein Wort über die 23 Verletzten, von denen viele Verbrennungen erlitten haben und noch immer im Central Romana Medical Center und im Canela I Hospital behandelt werden, kam von dem Unternehmen, dem das Schiff gehört und/oder das es betreibt.
Die Leere steht im Kontrast zur Schnelligkeit der offiziellen Reaktion: Das Emergency Operations Center (COE), die Direktion für Notfalldienste außerhalb von Krankenhäusern (DAEH), die Marine der Dominikanischen Republik und die Touristenpolizei (Politur) aktivierten innerhalb weniger Minuten nach der Explosion ihre Protokolle und koordinierten die Rettung und den Transport der Betroffenen.
Es ist verfrüht, Schlussfolgerungen über die Ursachen des Unfalls zu ziehen, da die Behörden erst jetzt mit der Beweissammlung beginnen. Doch das Schweigen des Unternehmens wirft eine erste Frage auf, die der Fall beantworten muss: Wer wird sich gegenüber den Passagieren, ihren Familien und dem Tourismussektor von Bayahibe öffentlich äußern?.
Nach Angaben der Feuerwehr von Bayahibe explodierte das Schiff mit etwa 35 Personen an Bord, darunter Passagiere und Besatzungsmitglieder, gestern, Montag, gegen 16:30 Uhr, als es von einem Ausflug zur Insel Saona vor Playa Viva im Sektor El Abanico zurückkehrte.
Die Insassen wurden zunächst von anderen Schiffen in der Gegend gerettet, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
Der Direktor des DAEH, Juan Manuel Méndez, veranlasste zusammen mit dem COE die Entsendung eines regionalen Ärzteteams zum Einsatzort, um die Rettungsmaßnahmen und die Verteilung der Verletzten auf die verfügbaren Gesundheitszentren zu koordinieren.
Insgesamt wurden 23 Personen verletzt: 16 wurden ins Central Romana Medical Center und 7 ins Krankenhaus Canela I, beide in La Romana, eingeliefert. Die Behörden haben noch keine Angaben dazu gemacht, wie viele der Verletzten ausländische Touristen sind oder welche Nationalitäten die Passagiere an Bord hatten.
Die Behörden haben mitgeteilt, dass die Ermittlungen in diesem Fall noch andauern und dass sich sowohl die Zahl der Verletzten als auch die Details des Vorfalls im Zuge der offiziellen Überprüfungen noch ändern könnten.




