SANTO DOMINGO. – Nach fast einem Jahr Arbeit an der Reorganisation des staatlichen Lieferantenregisters (RPE) betonte die Generaldirektion für öffentliches Beschaffungswesen (DGCP), dass die neuen Bestimmungen, die am 20. August in Kraft treten, einen entscheidenden Schritt zur Korrektur historischer Verzerrungen im öffentlichen Beschaffungswesen und zur Bekämpfung von Praktiken darstellen, die jahrelang die Verbreitung sogenannter „Briefkastenfirmen“ ermöglicht haben.
Die Institution erklärte, dass die Verordnung DGCP-SNCP-01-2026 weder das Wachstum von Unternehmen noch deren kommerzielle Expansion einschränkt, sondern vielmehr ein Kriterium größerer Kohärenz und Transparenz einführt, indem sie verlangt, dass die im RPE registrierten Aktivitäten genau mit denjenigen übereinstimmen, die formell der Generaldirektion für Innere Steuern (DGII) gemeldet wurden.
Das Ziel: die Registry bereinigen
Laut DGCP haben Wirtschaftsunternehmen über Jahre hinweg eine übermäßige Anzahl wirtschaftlicher Aktivitäten angehäuft, die nicht mit ihrer operativen Kapazität oder tatsächlichen Erfahrung in Zusammenhang stehen, mit dem Ziel, an einer Vielzahl staatlicher Beschaffungsprozesse teilzunehmen.
Die Organisation argumentierte, dass diese Praxis letztendlich den Wettbewerb beeinträchtige und die Risiken für den Staat erhöhe.
„Es ist weder technisch noch ethisch möglich, dass sich ein Unternehmen mit derselben Expertise und Kapazität allen bestehenden Geschäftstätigkeiten widmet. Der Staat kann die extrem hohen operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken, die dies in der Geschichte des öffentlichen Beschaffungswesens mit sich gebracht hat, nicht länger tragen“, erklärte die Institution in der Pressemitteilung.
Fairerer Wettbewerb
Die Organisation gab an, dass die Reform darauf abzielt, sicherzustellen, dass Lieferanten nur in den Bereichen teilnehmen, in denen sie tatsächlich tätig sind und über nachgewiesene Erfahrung verfügen. Dies würde fairere Bedingungen für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen sowie für spezialisierte Sektoren ermöglichen, die in vielen Fällen von Unternehmensstrukturen mit generischen Registrierungen verdrängt wurden.
Zu diesem Zweck werden die der DGII gemeldeten wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb der RPE unter Verwendung des UN-Katalogs für Waren und Dienstleistungen klassifiziert, was eine genauere Identifizierung jedes Lieferanten ermöglicht.
Die Institution erklärte, dass eine bei der Steuerverwaltung registrierte Haupttätigkeit in mehrere spezifische Kategorien innerhalb des Lieferantenregisters übersetzt werden kann, wodurch verhindert wird, dass Unternehmen legitime Teilnahmemöglichkeiten verlieren, und eine geordnetere Klassifizierung begünstigt wird.
Eine Änderung zur Erhöhung der Transparenz
Die Abteilung für öffentliches Beschaffungswesen erklärte, die Maßnahme sei eine Reaktion auf eine Entscheidung, die darauf abziele, die Qualität der öffentlichen Ausgaben zu steigern, die Integrität des Marktes zu stärken und Raum für Intransparenz und Unregelmäßigkeiten zu verringern.
„Diese Maßnahme ist ein grundlegender Pfeiler im Kampf gegen Rechtswidrigkeit und Intransparenz bei staatlichen Verträgen und stellt sicher, dass der dominikanische Staat nur mit geeigneten, transparenten und formell verantwortlichen Lieferanten Verträge abschließt“, betonte die Agentur.
Empfohlene Lektüre:




