Minister, Diplomaten und Direktoren erscheinen auf der Liste, nachdem ihre Registrierung als Lieferanten festgestellt wurde – ein Zustand, der nach geltendem Recht verboten ist
SANTO DOMINGO.- Die Generaldirektion für öffentliches Beschaffungswesen meldete die Suspendierung von 69 Beamten aus dem staatlichen Lieferantenregister (RPE), nachdem festgestellt wurde, dass sie während der Ausübung ihrer Funktionen weiterhin als Lieferanten registriert waren, was laut Gesetz 47-25 über das öffentliche Beschaffungswesen eine Unvereinbarkeit darstellt.
Laut der Behörde handelt es sich bei dem Verfahren um eine administrative Überprüfung, die darauf abzielt, die Einhaltung der in den geltenden Vorschriften festgelegten Disqualifizierungsbestimmungen sicherzustellen.
Hierarchienamen
Auf der Liste stehen unter anderem der Minister für Energie und Bergbau, Joel Santos Echavarría; der ehemalige Minister für öffentliche Gesundheit, Víctor Elías Atallah Lajam; und der Minister für Landwirtschaft, Francisco Oliverio Espaillat Bencosme.
Ebenfalls aufgeführt ist der ehemalige Landwirtschaftsminister Limber Cruz López, was zeigt, dass die Maßnahme sowohl für amtierende Beamte als auch für Personen gilt, die erst vor Kurzem ein solches Amt innehatten.
Wer steht sonst noch auf der Liste?
Die von der DGCP veröffentlichte Liste umfasst auch mehrere stellvertretende Minister, darunter Fernando Hiram Taveras Rodríguez, Julio Ramón Cordero Espaillat, Noel Rafael Báez Paredes, Oliver José Nazario Brugal und Tomasina Pascual Fanit.
Das Dokument umfasst auch Vertreter des Auswärtigen Dienstes, darunter Botschafter und Konsuln wie Ana Emilia Báez Santana, Juan Bolívar Díaz Santana, Geanilda Vásquez Almanzar und José Luis Díaz Quezada.
Im institutionellen Bereich gibt es auch Direktoren und Leiter öffentlicher Einrichtungen wie Jean Luis Rodríguez Jiménez, Milton Teófilo Morrison Ramírez und Rafael Abraham Burgos Gómez.
Der Geltungsbereich der Maßnahme umfasst auch Amtsträger auf kommunaler und legislativer Ebene, wie beispielsweise Senator Moisés Ayala Pérez und Vizebürgermeisterin Belkis Josefina Candelier Rosario.
Der rechtliche Rahmen, der die Maßnahme stützt
Gemäß den Bestimmungen des Gesetzes 47-25 über das öffentliche Beschaffungswesen dürfen hochrangige Beamte während ihrer Amtszeit keine Verträge mit Unternehmen abschließen oder an solchen Unternehmen beteiligt sein, die den Staat beliefern.
Die Bestimmungen definieren diese Einschränkungen als absolute Ausschlussgründe, um Interessenkonflikte bei der Verwaltung öffentlicher Mittel zu vermeiden.
Die DGCP weist darauf hin, dass diese Bestimmung Teil eines umfassenderen Programms ist, das darauf abzielt, Transparenz und Integrität bei der öffentlichen Beschaffung zu stärken.
Eine präventive Aussetzung
Die Institution stellt klar, dass es sich bei der Maßnahme nicht um eine Sanktion, sondern um eine präventive Verwaltungsmaßnahme handelt.
Dies bedeutet, dass die Aufnahme in die Liste nicht unbedingt das Bestehen aktiver Verträge mit dem Staat impliziert, sondern vielmehr das Vorhandensein eines Eintrags, der mit der Ausübung öffentlicher Funktionen unvereinbar ist.
Die Suspendierung der RPE bleibt so lange in Kraft, wie die Beamten ihre Positionen behalten, und wird sich gemäß der geltenden Gesetzgebung bis zu sechs Monate nach ihrem Ausscheiden erstrecken.
Empfohlene Lektüre:




