SANTO DOMINGO – Der Einsatz von KI-Tools nimmt in der Dominikanischen Republik weiter zu. Laut einer internationalen Studie geben 72 % der Dominikaner an, KI-basierte Technologien genutzt zu haben– ein Wert, der dem globalen Durchschnitt nahekommt.
Die Daten stammen aus der Global Public Confidence Study 2025, einem internationalen Forschungsprojekt, das vom IRIS-Netzwerk von Marktforschungsinstituten koordiniert wird und in dem rund 15.000 Menschen in 20 Ländern befragt wurden , um zu analysieren, wie verschiedene Gesellschaften diese Technologie annehmen und wahrnehmen.
Eine Nutzung, die dem globalen Durchschnitt entspricht
Laut den Ergebnissen des Berichts liegt der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Dominikanischen Republik sehrnahe am globalen Durchschnitt von geschätzten 73 %, was eine rasche Integration dieser Werkzeuge in den Alltag, die Arbeit und Lernprozesse widerspiegelt.
An der Studie war auch das dominikanische Unternehmen Strategy Solutions Latin America beteiligt , das sich auf Marktforschung und Konsumentenverhalten spezialisiert hat und bei der Erhebung lokaler Informationen in Städten wie Santo Domingo und Santiago mitwirkte.
Wichtigste Ergebnisse
Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehört, dass 91 % der Menschen von künstlicher Intelligenz (KI) gehört haben, während fast drei von vier bereits ein auf dieser Technologie basierendes Tool genutzt haben. Der Bericht warnt jedoch auch davor, dass nur 44 % der Befragten glauben, die Funktionsweise von KI wirklich zu verstehen. Dies verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der Akzeptanz der Technologie und dem Wissen über ihre Funktionsweise.
Mäßiger Optimismus hinsichtlich seiner Auswirkungen
Die Analyse untersucht auch die öffentliche Wahrnehmung der Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft und Beschäftigung. Im Fall der Dominikanischen Republik verzeichnet die Studie einen Netto-Optimismus von 17 %, der leicht unter dem globalen Durchschnitt von +24 %und somit eine positive, wenn auch moderate Sichtweise auf die Rolle dieser Technologie in der Zukunft nahelegt.
International zeigen die Ergebnisse deutliche regionale Unterschiede. Südostasiatische Länder weisen die höchste Akzeptanz und den größten Optimismus hinsichtlich künstlicher Intelligenz auf, während einige europäische Märkte deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt eher skeptisch beurteilen.
Juan José De Arrúe Ruiloba, CEO von Strategy Solutions Latin America, wies darauf hin, dass diese Art von Forschung es uns ermöglicht zu verstehen, wie verschiedene Gesellschaften den technologischen Fortschritt interpretieren.
„Die Teilnahme an dieser globalen Studie ermöglicht es uns, die Perspektive der Dominikanischen Republik in eine internationale Diskussion darüber einzubringen, wie künstliche Intelligenz Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft verändert“, sagte der Manager.
Dieser Trend wurde durch weitere Studien bestätigt
Das Wachstum des Einsatzes künstlicher Intelligenz im Land wurde auch in anderen aktuellen Studien hervorgehoben. Eine Untersuchung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) ergab, dass fast sieben von zehn Dominikanern regelmäßig KI-Tools nutzen, insbesondere in Bereichen wie Studium, Arbeit und dem Zugang zu digitalen Diensten.
Laut diesem Bericht nutzen 47 % der Anwender KI für Bildungsaufgaben, während 37 % sie als Werkzeug zur Steigerung der Arbeitsproduktivität einsetzen. Dies spiegelt einen Wandel in der Art und Weise wider, wie Menschen im Alltag mit Technologie interagieren.
Experten sind sich einig, dass der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz neue Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere in den Bereichen digitale Bildung, Regulierung und der Vorbereitung des Arbeitsmarktes auf technologische Veränderungen.
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