SANTO DOMINGO– Der Tourismus in der Dominikanischen Republik ist nicht nur auf den stetigen Besucherstrom angewiesen, sondern auch auf die finanzielle Unterstützung, die den Bau, die Erweiterung und die Modernisierung von Projekten ermöglicht. In diesem Zusammenhang spielen Geschäftsbanken eine Schlüsselrolle.
Der Verband der Großbanken der Dominikanischen Republik (ABA) berichtete, dass das für den Tourismus bestimmte Kreditportfolio der Banken zwischen 2020 und 2025 ein kumulatives Wachstum von 67 % verzeichnete und von 67.483 Millionen RD$ im November 2020 auf 112.524 Millionen RD$ im November 2025 anstieg. Absolut gesehen entspricht dies einem Anstieg von 45.041 Millionen RD$, die für die Entwicklung der Tourismusbranche bestimmt sind.
Der Verband hob hervor, dass die von mehreren Banken bereitgestellten Finanzierungen 98 % des gesamten Kreditportfolios des Finanzsystems für den Tourismus ausmachen, was bestätigt, dass das Geschäftsbankwesen die wichtigste finanzielle Unterstützung für diese strategische Aktivität darstellt.
Finanzierung, die Reiseziele schafft
Laut ABA fließen diese Mittel vor allem in den Bau neuer Hotelprojekte, die Erweiterung und Modernisierung bestehender Einrichtungen, den Kauf von Ausrüstung und das für den Erhalt des Tourismusbetriebs notwendige Betriebskapital.
Die Kreditentwicklung zeigt, welche Regionen des Landes den stärksten Tourismus verzeichnen. La Romana führt das relative Wachstum mit einer Verdopplung des Tourismusfinanzierungsportfolios an, gefolgt von Puerto Plata mit 72 %, Santiago mit 59 % und El Seibo mit 6 %.
Bei einer Analyse der finanzierten Gesamtsummen konzentrieren sich jedoch der Nationaldistrikt, La Altagracia und El Seibo laut Daten der Bankenaufsicht im November 2025 auf 93 % des gesamten Tourismuskreditportfolios.
Tourismus als Säule der Wirtschaft
Die ABA betonte, dass der Tourismus nicht bloß eine Dienstleistungsbranche, sondern eine der tragenden Säulen der dominikanischen Wirtschaft sei. Ende 2024 trug der Sektor 8,3 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und zählt damit zu den wichtigsten Einnahmequellen des Landes.
Auch im Hinblick auf die Beschäftigung trägt der Tourismus mit 8,3 % zur Gesamtbeschäftigung landesweit bei, was 427.660 Arbeitsplätzen entspricht, einschließlich direkter und indirekter Arbeitsplätze, wie Daten der Zentralbank belegen.
Darüber hinaus bleibt die Tourismusbranche einer der größten Devisenbringer; ihre Einnahmen beliefen sich im letzten Jahr auf über 11,2 Milliarden US-Dollar, was ihre Rolle als Säule der makroökonomischen Stabilität unterstreicht.
Kredit, Vertrauen und langfristige Vision
Für die ABA ist das Wachstum des Tourismuskreditportfolios um 67 % kein Zufall. Es spiegelt das Vertrauen des Bankensektors in seine Stabilität und Zukunftsaussichten wider sowie die Erkenntnis, dass der dominikanische Tourismus ein solides Geschäft mit Expansionspotenzial und Renditechancen ist.
Der Verband hob außerdem die Bedeutung der Rolle der Regierung hervor, insbesondere durch das Tourismusministerium, mit seiner aktiven Beteiligung an internationalen Messen wie der FITUR und an strategischen Abkommen wie dem Open-Skies-Abkommen zwischen der Dominikanischen Republik und den Vereinigten Staaten, die die Flugverbindungen erweitern und die Ankunft von mehr Besuchern fördern.




