Es ermöglicht bestimmten Antragstellern für Touristen- und Geschäftsvisa (B-1/B-2), innerhalb von maximal zehn Werktagen ein Konsularinterview zu erhalten
SANTO DOMINGO – Die Terminvergabe für ein US-Visum hängt ab Juli möglicherweise nicht mehr allein von der Verfügbarkeit im Konsulat ab. Wer bereit ist, mehr zu bezahlen, erhält deutlich schneller einen Interviewtermin.
Das US-Außenministerium hat ein Pilotprogramm angekündigt, das bestimmten Antragstellern für Touristen- und Geschäftsvisa (B-1/B-2) die Möglichkeit bietet, innerhalb von maximal zehn Werktagen ein Konsularinterview zu erhalten, indem sie eine zusätzliche Gebühr von 750 US-Dollar entrichten. Dies geht aus Berichten der Associated Press, Infobae und anderer internationaler Medien hervor.
Durch diese Maßnahme würden die Gesamtkosten des Verfahrens auf 935 US-Dollar steigen, zusätzlich zu der regulären Gebühr von 185 US-Dollar, die Antragsteller derzeit zahlen.
Auch wenn der neue Service keine Visumserteilung garantiert, bietet er doch einen Vorteil, der für viele Reisende ausschlaggebend sein kann: die Vermeidung monatelanger Wartezeit auf ein Interview.
Eine Antwort auf den angehäuften Bearbeitungsrückstand
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund des zunehmenden Drucks auf das US-Konsularsystem.
Laut Informationen der Nachrichtenagentur Associated Presshaben sich die Wartezeiten für Vorstellungsgespräche in verschiedenen Teilen der Welt aufgrund von in den letzten Jahren eingeführten Änderungen im Einwanderungsrecht, verstärkten Sicherheitskontrollen und einer wachsenden Nachfrage nach Terminen verlängert.
Das Programm zielt genau darauf ab, einen beschleunigten Weg für diejenigen zu schaffen, die aus touristischen oder geschäftlichen Gründen reisen müssen und bereit sind, die zusätzlichen Kosten zu tragen.
Das amerikanische Medienunternehmen Dallas Newsbetonte, dass die Gebühr lediglich den Zugang zum Vorstellungsgespräch beschleunigen und die Kriterien für die Genehmigung oder Ablehnung von Bewerbungen nicht verändern werde.
Die Vereinigten Staaten haben die ausgewählten Austragungsorte noch nicht bekannt gegeben
Das US-Außenministerium gab bekannt, dass der Plan zunächst vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026 laufen wird.
Es wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben, welche Botschaften und Konsulate an dem Programm teilnehmen werden. Diese Information wird später über die offiziellen Kanäle der Organisation veröffentlicht.
Die Initiative dient auch als Test, um zu beurteilen, ob das Modell dazu beitragen kann, die Überlastung der Konsularabteilungen zu verringern und ob eine ausreichende Nachfrage besteht, um es zu einer dauerhaften Option zu machen.
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