Die Organisationen analysierten die Herausforderungen, denen sich Unternehmen angesichts zunehmender digitaler Bedrohungen gegenübersehen, und tauschten Erfahrungen zum spanischen Modell der technologischen Resilienz aus
SANTO DOMINGO – Die offizielle spanische Handelskammer in der Dominikanischen Republik (CAMACOESRD) und die NUMU-Gruppe veranstalteten ein Geschäftstreffen mit dem Ziel, das Wissen des Privatsektors über Cybersicherheit zu stärken, in einem Kontext, in dem digitale Risiken für Organisationen jeder Größe zu einem immer größeren Problem geworden sind.
Die Veranstaltung mit dem Titel „Spanien, ein erfolgreiches Ökosystem in der Cybersicherheit“brachte Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors zusammen, um aktuelle Trends in der Cyberkriminalität, die Bedeutung der Prävention und die Strategien zu analysieren, die es Spanien ermöglicht haben, sich als einer der internationalen Maßstäbe in der digitalen Sicherheit zu positionieren.
CAMACOESRD, eine Institution, die mehr als 400 Unternehmen vereint und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Dominikanischen Republik und Spanien fördert, organisierte das Treffen zusammen mit der NUMU Group, einem Unternehmen, das sich auf Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und digitale Transformation spezialisiert hat und mit öffentlichen und privaten Organisationen in Lateinamerika und der Karibik zusammenarbeitet.
Cybersicherheit als strategische Entscheidung
Bei der Eröffnung der Veranstaltung betonte der Präsident von CAMACOESRD, Paco Pérez, dass digitale Sicherheit nicht länger ein ausschließliches Thema für Technologieabteilungen sei, sondern zu einem strategischen Element innerhalb von Organisationen geworden sei.
„Cybersicherheit schützt weit mehr als nur Systeme: Sie schützt Reputation, Vertrauen und Geschäftskontinuität. Wir von der Handelskammer setzen uns dafür ein, diese Botschaft ganz oben auf die Agenda der dominikanischen Wirtschaft zu setzen, denn die Unternehmen, die dies heute verstehen, werden morgen am besten aufgestellt sein“, erklärte er.
Die Teilnehmer erörterten, wie die digitale Transformation die Angriffsfläche von Unternehmen für immer ausgefeiltere Bedrohungen erweitert hat, wodurch die Notwendigkeit entstand, das digitale Risikomanagement in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Das spanische Modell der digitalen Resilienz
Die Hauptkonferenz wurde von Javier Marín, CEO und Gründer der NUMU Group, geleitet, der die Faktoren vorstellte, die es Spanien ermöglicht haben, sich als eines der fortschrittlichsten Ökosysteme Europas im Bereich Cybersicherheit zu etablieren.
Wie er erläuterte, sei diese Positionierung durch eine nachhaltige nationale Strategie, die enge Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor, der Wissenschaft und der Privatwirtschaft sowie das ständige Engagement für Innovation und die Internationalisierung technologischer Kompetenzen möglich geworden.
Marín wies darauf hin, dass internationale Rahmenwerke wie der ISO/IEC 27001-Standard und das NIST Cybersecurity Framework Bestandteil der Risikomanagementstruktur zahlreicher spanischer Organisationen sind und zur Stärkung des Schutzes ihrer Geschäftstätigkeit und digitalen Vermögenswerte beitragen.
Eine wachsende Herausforderung für dominikanische Unternehmen
In seiner Rede warnte der Experte davor, dass die Digitalisierung die dominikanischen Unternehmen zunehmend komplexen Cyberangriffen aussetzt.
Er wies darauf hin, dass Cyberkriminelle nicht mehr zwischen großen Konzernen und kleinen Unternehmen unterscheiden, sodass jede mit dem Internet verbundene Organisation zu einem potenziellen Ziel werden kann.
Er argumentierte außerdem, dass die Folgen eines Sicherheitsvorfalls über den Verlust von Informationen oder die Störung von Systemen hinausgehen, da sie auch den Ruf des Unternehmens, das Vertrauen von Kunden und strategischen Partnern sowie den Wert des Unternehmens beeinträchtigen können.
In diesem Sinne war er der Ansicht, dass eine der größten Herausforderungen für Organisationen darin besteht, von einer reaktiven zu einer präventiven Kultur überzugehen, und zwar durch risikobasierte Managementmodelle, kontinuierliche Überwachung und eine stärkere Beteiligung des Top-Managements an Fragen der digitalen Sicherheit.
Schulung und Sensibilisierung
Der Tag beinhaltete auch praktische Vorführungen von Julio Balderrama und Jafreisy Vargas, Mitgliedern des NUMU Group-Teams, die Live-Beispiele von Cyberangriffen zeigten und einige der häufigsten Schwachstellen erläuterten, die Unternehmen betreffen können.
Im Rahmen der Übung konnten die Teilnehmer die Funktionsweise verschiedener Arten von digitalem Betrug beobachten und Empfehlungen zur Stärkung des Informationsschutzes, zur Reduzierung von operationellen Risiken und zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit bei potenziellen Vorfällen erhalten.
Die Organisatoren stellten fest, dass Initiativen wie diese darauf abzielen, eine stärkere Präventionskultur im Wirtschaftssektor zu fördern und zur Entwicklung von Fähigkeiten beizutragen, die es Unternehmen ermöglichen, den Herausforderungen eines zunehmend komplexen digitalen Umfelds zu begegnen.
Technologische Zusammenarbeit zwischen Spanien und der Dominikanischen Republik
Das Treffen diente auch dazu, die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit bei der Stärkung der technologischen Kapazitäten der Region hervorzuheben.
Durch ihre Allianz mit CAMACOESRD fördert die NUMU Group spezialisierte Schulungsprogramme, Wissenstransfer und die Entwicklung technischer Talente mit dem Ziel, Erfahrungen und bewährte Verfahren aus dem spanischen Technologie-Ökosystem auf den dominikanischen und karibischen Markt zu übertragen.
Für die Organisatoren ist Cybersicherheit zu einem wesentlichen Bestandteil der Wettbewerbsfähigkeit, der Betriebskontinuität und des Geschäftsvertrauens geworden – Faktoren, die in einem von digitaler Transformation geprägten Wirtschaftsumfeld zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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