SANTO DOMINGO –Der Verband der Großbanken der Dominikanischen Republik (ABA) gab Nutzern Hinweise zu neuen Trends in der Cyberkriminalität und bot Empfehlungen zum Schutz der Integrität ihrer Transaktionen während der Black Friday-, Cyber Monday- und Weihnachtseinkaufssaison an.
Die ABA hob hervor, dass die häufigsten Angriffe durch Social Engineering erfolgen, beispielsweise durch Phishing, bei dem gefälschte E-Mails oder Websites verwendet werden, um Benutzer zu täuschen und vertrauliche Informationen zu erlangen, die dann für andere Betrugsarten verwendet werden können.
Er erklärte, dass Identitätsdiebstahl, bei dem man sich als vertrauenswürdige oder anerkannte Quelle ausgibt, und Malware, bösartige Software, die entwickelt wurde, um den Computer oder das Mobiltelefon zu beschädigen, um Daten zu stehlen oder größeren Schaden anzurichten, andere Formen von Cyberangriffen seien.
„Persönliche Daten sind äußerst wertvoll und sollten nicht auf nicht vertrauenswürdigen Websites oder Anwendungen geteilt werden. Banken werden niemals vertrauliche Informationen über soziale Medien, E-Mail oder andere digitale Nachrichtendienste anfordern“, eine Empfehlung, die laut dem Cybersicherheitsausschuss nicht nur jetzt, sondern dauerhaft berücksichtigt werden sollte.
Neue Formen der Cyberkriminalität
Die ABA erklärte, dass mit dem technologischen Fortschritt neue Wege entstehen, auf denen Cyberkriminelle versuchen, ihre böswilligen Ziele zu erreichen.
„Während der grundlegende Trend, an Kundendaten zu gelangen, unverändert bleibt, hat sich die Methode der Datenbeschaffung geändert. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zum Klonen von Stimmen oder zum Generieren von Videos von Personen aus Bildern haben Betrüger ihre Täuschungsmethoden verfeinert“, warnte der Cybersicherheitsausschuss des Bankenverbandes.
Als Beispiel nannte er ein Video mit dem (gefälschten) Bild einer berühmten Person, die empfiehlt, in ein sehr profitables Unternehmen zu investieren, für das eine kleine Investition und die Angabe Ihrer vertraulichen Daten erforderlich sind, um die angebliche Transaktion durchzuführen.
Unterdessen Smishing, ein Begriff, der sich aus „SMS“ und „Phishing“ zusammensetzt, eine weitere Form von Cyberangriffen, bei der Textnachrichten (SMS) verwendet werden, um Menschen dazu zu verleiten, sensible Informationen wie Passwörter, Kreditkartennummern oder Bankdaten preiszugeben, fügte die ABA hinzu.
„ Bei dieser Art von Angriff versenden Kriminelle Nachrichten, die scheinbar von vertrauenswürdigen Absendern wie Banken oder bekannten Unternehmen stammen. Sie erzeugen in der Regel ein Gefühl der Dringlichkeit und fordern den Empfänger auf, auf einen Link zu klicken oder persönliche Daten preiszugeben, um negative Konsequenzen zu vermeiden“, erklärte er.
Er wies darauf hin, dass eine andere neue Methode, wie beispielsweise das Quishing, keine Links verwendet, sondern darauf abzielt, Menschen durch einfaches Scannen eines QR-Codes auf gefälschte Webseiten zu locken.
Empfehlungen für sicheres Surfen im Internet
Der Bankenverband veröffentlichte einige nützliche Empfehlungen für Finanznutzer sowie für die allgemeine Öffentlichkeit, die den Internetraum nutzt, darunter:
Teilen Sie keine persönlichen oder finanziellen Informationen per unaufgeforderter E-Mail oder Nachricht mit.
Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, da es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Betrug handelt.
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie aufgefordert werden, mit Geschenkkarten, Banküberweisungen oder Kryptowährungen zu bezahlen.
Prüfen Sie, ob Webseiten über eine physische Adresse und eine Telefonnummer verfügen.
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, denn Betrüger wollen oft, dass Sie schnell und unüberlegt handeln.
Achten Sie auf die Grammatik- und Rechtschreibfehler, die gefälschte Webseiten häufig enthalten.
Prüfen Sie, ob keine Bewertungen vorhanden sind oder ob viele negative Bewertungen vorliegen, da dies auf eine unzuverlässige Website hindeuten kann.
Eine langsame Ladezeit oder ein ungewöhnliches Verhalten der Website, wie z. B. die Weiterleitung auf mehrere Seiten, könnten darauf hindeuten, dass die Website kompromittiert oder gefährlich ist.
Prüfen Sie, ob die Website in der Adressleiste mit "https" beginnt (das "s" steht für eine sichere Verbindung).
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und diese der Bank zu melden.
Aktualisieren Sie Ihre Antiviren- und Sicherheitssoftware , um sich vor Malware und anderen Bedrohungen zu schützen.
Abschließend empfahl die ABA den Nutzern, diese und weitere Empfehlungen auf der Website www.yonavegoseguro.com.do. Diese Initiative der Organisation bietet Anleitungen zur Cybersicherheit für den persönlichen, geschäftlichen und institutionellen Gebrauch.




