SANTO DOMINGO.- Die Puntacana Foundation und Parley Dominicana haben das Projekt „Puntacana Circular“ ins Leben gerufen, eine 2,5 Millionen US-Dollar teure Initiative zur Verbesserung des Abfallmanagements in der Region Punta Cana-Verón durch ein Kreislaufwirtschaftsmodell, das Infrastruktur, Innovation und die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor integriert.
Das Projekt soll laut Grupo Punta Cana über drei Jahre laufen und wird vom Caribbean Biodiversity Fund (CBF) über die Advancing Circular Economy Facility (ACE) sowie mit Unterstützung der deutschen Regierung über die GIZ und die KfW finanziert.
Die Initiative entstand vor dem Hintergrund des hohen Drucks auf die Abfallwirtschaftssysteme, der durch das Tourismuswachstum in der Region verursacht wird. Punta Cana empfängt jährlich über fünf Millionen Besucher, was mehr als 60 % des gesamten Tourismusaufkommens in der Dominikanischen Republik entspricht. National fallen täglich über 13.500 Tonnen fester Abfall an, von denen weniger als 3 % in Kreislaufwirtschaftsprozesse integriert werden.
Laut den Organisatoren besteht eines der Hauptprobleme darin, dass ein Großteil des Abfalls bei der endgültigen Entsorgung vermischt ankommt, was die Möglichkeiten zum Recycling und zur Wiederverwendung einschränkt.
„Wenn Abfälle bereits an der Quelle vermischt werden, geht ein Großteil ihres wiederverwertbaren Wertes verloren. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Abfalltrennung an der Quelle zu stärken, die Verarbeitungsinfrastruktur zu verbessern und Lösungen für Materialien zu entwickeln, für die es derzeit keine Verwendung gibt“, erklärte Jake Kheel, Vizepräsident der Puntacana Foundation.
Ein Modell, das auf drei Handlungslinien basiert
„Puntacana Circular“ ist in drei Hauptkomponenten gegliedert:
1. Getrennte Abfallsammlung und selektive Sammlung:
Dies umfasst die Einrichtung von Sammelstellen in Hotels, Wohngebieten, Bildungseinrichtungen, am Flughafen Punta Cana und im BlueMall Punta Cana. Zudem beinhaltet es drei Sammelzentren, die Verteilung von getrennten Abfallbehältern sowie Schulungen für Mitarbeiter des Tourismussektors im Bereich Abfallmanagement.
2. Stärkung des Eastern Valorization Center (CENVAREE)
Das Projekt zielt darauf ab, die Verarbeitungskapazität dieses Zentrums durch neue Technologien zu erweitern, die eine verstärkte Rückgewinnung von wiederverwertbaren Materialien und eine verbesserte Systemeffizienz ermöglichen.
3. Lösungen für nicht recycelbare Abfälle.
Technologische Alternativen wie aus Abfällen gewonnene Brennstoffe (RDF), recycelte Kunststoffblöcke sowie Pyrolyse- oder Vergasungsverfahren werden evaluiert. Diese Lösungen werden im Rahmen eines „Sustainable Solutions Accelerator“ entwickelt, mit dem Ziel, skalierbare Pilotprojekte umzusetzen.
Projektziele
Nach Angaben der Grupo Punta Cana wird erwartet, dass nach Abschluss des Projekts etwa 2.000 Tonnen wiederverwertbare Materialien zurückgewonnen, die Entstehung von 125 Tonnen Abfall verhindert, rund 3.000 Menschen an Reinigungstagen mobilisiert und ein replizierbares Modell in anderen Touristenzielen in der Karibik etabliert werden.
Regionaler Kontext
Die Organisationen weisen darauf hin, dass das Projekt der Notwendigkeit entspricht, die Abfallwirtschaft in einem wichtigen Touristengebiet zu modernisieren, wo der Umweltdruck aufgrund des Wirtschaftswachstums und des Bevölkerungswachstums stetig zunimmt.
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