SANTO DOMINGO – Die zunehmende Nutzung von Handelshäfen durch kriminelle Netzwerke hat mehrere Länder veranlasst, ihre Mechanismen zur internationalen Zusammenarbeit zu verstärken. In diesem Zusammenhang unterzeichneten die Dominikanische Republik und Belgien ein Abkommen zur Stärkung der Zollüberwachung, des Informationsaustauschs und gemeinsamer Maßnahmen gegen Drogenhandel und andere mit dem transnationalen Handel verbundene Straftaten.
Die Absichtserklärung wurde in Brüssel vom Generaldirektor des Zolls der Dominikanischen Republik, Nelson Arroyo, und dem Generaldirektor für Zoll und Sondersteuern des Königreichs Belgien, Kristian Vanderwaeren, unterzeichnet und zielt darauf ab, Zollverstöße und grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, insbesondere den illegalen Drogenhandel, zu verhindern, zu untersuchen und zu bekämpfen.
Informationsaustausch und gemeinsame Operationen
Nach Angaben des Präsidialamtes schafft das Memorandum einen Rahmen für die Zusammenarbeit, um den Informations- und Nachrichtenaustausch zu stärken, Frühwarnmechanismen zu entwickeln, Risikoanalysen auszutauschen und Maßnahmen zum Schutz der internationalen Lieferkette zu koordinieren.
Nach Angaben der Organisation sind auch koordinierte Operationen, der Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Zollbehörden beider Länder angesichts der neuen Methoden krimineller Netzwerke geplant.
Zusammenarbeit zwischen strategischen Häfen
Die Behörden der Dominikanischen Republik und Belgiens haben gemäß den Bestimmungen der Regierungsinstitution ebenfalls ihr Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen dem Hafen von Antwerpen, einem der wichtigsten Logistikzentren Europas, und dem multimodalen Hafen von Caucedo, der als einer der wichtigsten Fracht- und Umschlagplätze in der Karibik gilt, bekundet.
Nach offiziellen Angaben streben beide Nationen eine Stärkung der regionalen Sicherheit und den Schutz des legitimen internationalen Handels durch eine engere operative Koordinierung und den fortlaufenden Austausch von Geheimdienstinformationen an.
Die Unterzeichnung dieses Memorandums stellt das dritte Abkommen dar, das die Dominikanische Republik und Belgien in den letzten Monaten über Sicherheit und die Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität geschlossen haben, nach zuvor unterzeichneten Abkommen zwischen Polizeikräften und Behörden im Bereich der maritimen Sicherheit.
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