Die Bauwirtschaft hat ihre Position deutlich gemacht und der Regierung ihre Vision und ihre technischen Fähigkeiten angeboten. Der Gesetzentwurf befindet sich nun in den Händen der Rechtsabteilung und ist auf dem Weg zum Kongress, inmitten einer Inflation, die im April 5,11 % erreichte.
SANTO DOMINGO.- Der dominikanische Verband der Wohnungsbauunternehmen und -entwickler (ACOPROVI) veröffentlichte eine Erklärung, in der er die Absichten des sogenannten Anti-Krisen-Plans positiv bewertet, aber eine klare Grenze zieht: Die Anreize, die es dominikanischen Familien ermöglichen, Zugang zu kostengünstigem Wohnraum zu erhalten, müssen erhalten bleiben.
Die Ankündigung erfolgte Stunden, nachdem Finanz- und Wirtschaftsminister Magín Díaz den Medien einen Gesetzentwurf vorgestellt hatte, der in vier Dimensionen gegliedert ist: wachstumsfördernde Maßnahmen, Steuervereinfachung, Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Haushaltskonsolidierung. Ziel ist es, zusätzliche Einnahmen zwischen 40.000 und 50.000 Millionen RD$ zu generieren, um den Auswirkungen der globalen Konjunkturabschwächung und der internationalen Handelsspannungen entgegenzuwirken.
Zu den wohnungsbezogenen Maßnahmen des Plans gehören die schrittweise Abschaffung der 2%igen Hypothekensteuer, die Senkung der Kapitalertragssteuer beim Verkauf von Immobilien durch Privatpersonen von 25% auf 10%, die sofortige Abschaffung der 1%igen Steuer auf Unternehmensgründungen, die schrittweise Abschaffung der selektiven Verbrauchssteuer auf Lebensversicherungen und die Senkung der Erbschaftssteuer zwischen lebenden Eltern und Kindern von 25% auf 3%.
Zu den positiven Aspekten, die der Immobiliensektor begrüßte, gehört die Tatsache, dass der Plan keine Änderungen an der Mehrwertsteuer (ITBIS), der Grundsteuer (IPI), der Einkommensteuer für Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe (KKMU) sowie an Online- und digitalen Kaufplattformtransaktionen vorsieht. Für ACOPROVI ist dies der richtige Weg.
Die Position des Sektors: Unterstützung unter Auflagen
Aus dem Bausektor wird nicht zum Widerstand aufgerufen, sondern zur Wachsamkeit. ACOPROVI bekräftigte seine Dialogbereitschaft, knüpfte seine Unterstützung jedoch an die Bedingung, dass jede Überprüfung des Steuersystems die Rechtssicherheit wahrt und bezahlbare Wohnbauprojekte nicht gefährdet, die in den letzten Jahrzehnten Zehntausenden von Familien den Erwerb von Wohneigentum ermöglicht haben.
Eine Analyse des Plans zeigt zwar, dass die Wohnungsbaumaßnahmen innerhalb des formalen, finanzierten Marktes stattfinden, doch die Nutznießer sind diejenigen, die bereits Zugang zum Bankensystem haben oder in der Lage sind, Zugang dazu zu erhalten, und Familien mit einem qualitativen Wohnungsdefizit lösen ihre Situation nicht mit Hypothekendarlehen.
Der Branchenverband bot seine Expertise und technischen Kapazitäten zur Unterstützung der laufenden Gespräche an. Der Gesetzentwurf liegt bereits dem Nationalkongress vor, wo eine aus Mitgliedern beider Kammern bestehende Kommission zur Prüfung eingesetzt wurde.
Minister Díaz kündigte an, dass das Finanzministerium diesen Prozess mit überprüfbaren Daten unterstützen werde, basierend auf drei Prinzipien: wirtschaftliche Stabilität, Steuergerechtigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln.
Der Kontext, der Druck auf die Regierung ausübt
Im Kontext des Plans berichtete die Zentralbank, dass die jährliche Inflation im April 2026 5,11 % erreicht habe und damit leicht über dem festgelegten Zielkorridor liege, während die Regierung ihre Politik an das internationale geopolitische Umfeld anpasse, indem sie gezielte Subventionen, Ausgabenkürzungen und fiskalische Flexibilität kombiniere.
In diesem Zusammenhang betonte Minister Díaz, dass es sich um eine progressive Reform handle, bei der ein Unternehmen, das keine Einnahmen generiert, auch keine Steuern zahlen müsse. Mit diesem Argument versuchte er, die Geschäftswelt für die Initiative zu gewinnen.
Der Plan beinhaltet außerdem eine Steueramnestie bis zum 31. Dezember 2026, die Abschaffung der Vorauszahlung der Einkommensteuer für die meisten Kleinstunternehmen – eine Regelung, die vom Privatsektor in der Vergangenheit als ungerechte finanzielle Belastung kritisiert wurde – sowie die Erhöhung der Bildungsabzüge.
Die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung werden auch auf einer Reduzierung der laufenden Ausgaben und einer Erhöhung der Einkommensteuer für große Steuerzahler beruhen.
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