Digitale Vernetzung für juristische Personen – Erweiterung eines Modells, das bisher nur Einzelkunden zur Verfügung stand
SANTO DOMINGO.– Die Eröffnung eines Geschäftskontos, die Beantragung bestimmter Finanzprodukte oder die Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit einem Finanzintermediär erfordern in vielen Fällen nicht mehr die physische Anwesenheit von Unternehmensvertretern.
Die Bankenaufsichtsbehörde (SB) gab gestern, Montag, bekannt, dass juristische Personen Bankprodukte und -dienstleistungen auch aus der Ferne abschließen können, nachdem die Registrierung durch Rundschreiben SB: CSB-REG-2026000013 erweitert wurden. Diese Maßnahme dehnt ein Verfahren, das zuvor nur Einzelpersonen zur Verfügung stand, auf kommerzielle Unternehmen aus.
Mit dieser Entscheidung werden Finanzinstitute in der Lage sein, Unternehmen über digitale Kanäle zu gründen, sofern sie die in der Verordnung festgelegten Verifizierungs- und Identifizierungsmechanismen einhalten.
Ein Verfahrensschritt weniger für Unternehmen
Mit der Maßnahme soll einer der Prozesse verkürzt werden, der traditionell den größten Zeitaufwand für Unternehmen erfordert: die Eröffnung einer Bankverbindung.
Zu diesem Zweck enthalten die Vorschriften spezifische Verfahren, die die Fernprüfung von Unternehmensdokumenten, Handelsregistereinträgen, der Identität der gesetzlichen Vertreter und Informationen über die wirtschaftlich Berechtigten jedes Unternehmens ermöglichen.
Darüber hinaus ermächtigt es Finanzintermediationsunternehmen, über digitale Dienste auf in Handelskammern verfügbare Unternehmensinformationen zuzugreifen und so die notwendigen Überprüfungen vor der Genehmigung von Verträgen über Produkte und Dienstleistungen zu vereinfachen.
Weniger Hürden für KMU
Die SB erklärte, dass die Bestimmung darauf abzielt, operative und geografische Hindernisse zu beseitigen, mit denen viele Unternehmen beim Zugang zum Finanzsystem konfrontiert sind, insbesondere Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU).
Die Institution ist überzeugt, dass die Möglichkeit, diese Prozesse digital durchzuführen, den Verwaltungsaufwand reduzieren, administrative Abläufe vereinfachen und den Zugang zu Finanzdienstleistungen erleichtern wird, ohne dass dafür physische Reisen erforderlich sind.
Die Digitalisierung erhält die regulatorischen Kontrollen aufrecht
Obwohl der Prozess auch aus der Ferne durchgeführt werden kann, stellte die Aufsichtsbehörde klar, dass die regulatorische Aktualisierung alle Anforderungen in Bezug auf die Identifizierung und Verifizierung von Kunden beibehält.
Finanzinstitute müssen weiterhin die Sorgfaltspflichten, die Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie die in den geltenden Vorschriften vorgesehenen Informationssicherheitsstandards und den Schutz der Finanznutzer einhalten.
Teil der Strategie für die digitale Transformation
Die Maßnahme ist Teil des Modernisierungsprozesses, den das Finanzinstitut vorantreibt, um den Einsatz digitaler Instrumente innerhalb des Finanzsystems auszuweiten.
Laut der Aufsichtsbehörde steht die Initiative auch im Einklang mit der nationalen Strategie Meta RD 2036, die darauf abzielt, Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation durch die Vereinfachung von Prozessen und einen effizienteren Zugang zu Finanzdienstleistungen zu stärken.
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