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Unethische Praktiken im Immobilienmanagement

Ein Mangel an Ethik liegt vor, wenn unlauterer Wettbewerb herrscht, zum Beispiel: Ein Manager einer Immobilienagentur befiehlt seinen Angestellten, für eine bestimmte Zeit in einer Agentur zu arbeiten, die sein direkter Konkurrent ist, um an vertrauliche Informationen zu gelangen und sich später einen Vorteil davon zu verschaffen.

Ein weiteres Beispiel für unethisches Verhalten ist die Gewinnung von Kunden durch die Berechnung von Honoraren, die niedriger sind als die marktüblichen (z. B. weniger als 3 %), sowie durch die Nutzung von Dritten, um direkt mit den Eigentümern der Immobilien Kontakt aufzunehmen.

Des Weiteren kann es als unethisch angesehen werden, wenn zwei Immobilienmakler die in einem Maklervertrag getroffenen Vereinbarungen nicht einhalten; oder wenn ein Makler schlecht über einen anderen Makler spricht und ihn vor dem Kunden diskreditiert, um diesen dazu zu bringen, seine Dienste in Anspruch zu nehmen.

Ebenso ist es möglich, dass die Kunden von Immobilienmaklern selbst gegen ethische Grundsätze verstoßen, beispielsweise wenn sie sich weigern, die Honorare der Immobilienmakler zu zahlen (vereinbart wurden 3 % des Verkaufspreises der Immobilie, am Ende zahlen sie aber nur 1,5 %).

Ein weiteres Vergehen des Auftraggebers könnte darin bestehen, Informationen vor dem Makler zu verbergen oder verzerrte Informationen zu geben, beispielsweise anzugeben, dass er der alleinige Eigentümer der Immobilie ist, und nicht anzugeben, dass er einen Partner hat, der Rechte daran hätte.

Um zu vermeiden, dass Informationen über die Eigenschaften der Immobilie und ihren rechtlichen Status verschwiegen werden, muss der für eine Immobilie zuständige Makler ein gewissenhafter Fachmann sein und alle rechtlichen und administrativen Verfahren durchführen, die für das von ihm verwaltete Immobiliengeschäft relevant sind.


Viele Immobilienmakler lassen zu, dass Eigentümer versuchen, Käufer zu täuschen. Überhöhte Preise und Preisverhandlungen sind typische Beispiele. Sätze wie „Wir wissen, dass die Immobilie überteuert ist, aber wir bieten sie für 180.000 US-Dollar an, damit wir den Preis bei Bedarf senken können“ sind üblich.

Manche Immobilienverbände drücken ein Auge zu, wenn Bauträger ihre Häuser überbewerten und irreführende Werbung betreiben, zum Beispiel indem sie die Spezifikationen in kleiner Schrift und auf nur 500 Wörter beschränken.

Um Änderungen vornehmen zu können, ist es wichtig, klar zu definieren, was einen Verstoß gegen den Ethikkodex darstellt, da die Spielregeln oft nur auf dem Papier stehen, aber aufgrund mangelnder Klarheit nicht eingehalten werden.

Quelle: Peruanische Immobilienvereinigung

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