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Kurzzeitmieten versus Gesetz 85-25: Ein notwendiger Dialog zwischen Investitionen und Regulierung

„Nicht alle Kurzzeitmietobjekte sind Touristenunterkünfte, und nicht jeder Gast ist ein Tourist.“.

Kurzzeitvermietungen haben sich zu einem der dynamischsten Treiber für Immobilieninvestitionen an verschiedenen Orten in der Dominikanischen Republik entwickelt, nicht nur in Punta Cana oder anderen traditionellen Touristenzentren.

Dieses Modell vereint Innovation, Mobilität und Zugänglichkeit und ermöglicht es Dominikanern und Ausländern, flexible Wohnlösungen zu finden – sei es für Arbeit, Studium, Sport, Hochzeiten, geschäftliche oder Immobilienaktivitäten, medizinische Behandlungen oder familiäre Veränderungen.

Das rasante Wachstum stellt jedoch eine unumgängliche Herausforderung dar: Wie lässt sich Rechtssicherheit in einem Modell gewährleisten, für das es noch keine spezifischen Regelungen gibt?

Der Aufstieg eines Modells ohne klare Grenzen

Kurzzeitvermietungen haben Vermietern, Bauträgern und Investoren außergewöhnliche Möglichkeiten eröffnet.

Allerdings hat dies auch zu Spannungen mit Wohnanlagen, lokalen Behörden und Akteuren des traditionellen Tourismussektors geführt.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Gesetz 85-25 über Vermietung und Zwangsräumung, das traditionelle Wohn- und Gewerbemietverträge regelt.

Obwohl dieses Gesetz Kurzzeitvermietungen nicht verbietet, definiert es diese auch nicht genau, wodurch Raum für rechtliche Auslegung bleibt, die die Rechtssicherheit von Eigentümern, Nutzern und Immobilienmaklern beeinträchtigen kann.

Ein Rechtsrahmen, der noch nach seinem Gleichgewicht sucht

Aus rechtlicher Sicht besteht die große Herausforderung darin, zwischen Wohnraumvermietung und touristischer Unterkunft zu unterscheiden.

Wird eine Immobilie für Kurzzeitaufenthalte genutzt – verwaltet über digitale Plattformen – ändert sich im Allgemeinen ihr Charakter; sie gilt dann nicht mehr als Mietobjekt, sondern als Unterkunft, auch wenn dies in der Praxis nicht immer der Fall ist. Oft handelt es sich nicht um einen Hotelservice, sondern um eine moderne Form der Wohnraumvermietung, die Flexibilität mit bürgerlichen, steuerlichen und gemeinschaftlichen Rechten und Pflichten verbindet, die sich von traditionellen Beherbergungsbetrieben unterscheiden.

Artikel 51 der dominikanischen Verfassung erkennt das Recht auf Eigentum an, legt aber auch fest, dass „Eigentum eine soziale Funktion , die Verpflichtungen impliziert“.

Dies bedeutet, dass die Ausübung dieses Rechts mit dem Wohnumfeld, dem Zusammenleben und den internen Regeln jeder Gemeinschaft in Einklang gebracht werden muss.

Eine notwendige und dringende Debatte

In Branchendiskussionen wurde die Bedeutung einer klaren Unterscheidung zwischen dauerhaften und temporären bzw. kurzfristigen Wohnraumvermietungen hervorgehoben, da nicht alle kurzfristigen Vermietungen touristische oder Ferienvermietungen sind.

Diese Modalität, die kollaborative und sektorübergreifende Wirtschaft, Technologie und Gastgewerbe miteinander verbindet, verdient einen ihrer Natur entsprechenden Rechtsrahmen, der ihre Formalisierung fördert, Rechte garantiert und das Zusammenleben stärkt.

Die rechtliche Anerkennung von Kurzzeitmieten ist kein Zugeständnis, sondern ein natürlicher Schritt hin zu einem geordneteren, transparenteren und nachhaltigeren Markt.

Ein Land, das verlässliche Investitionen anziehen möchte, muss regulatorische Klarheit und faire Regeln für alle Beteiligten bieten.

Zwischen Freiheit und Regulierung

Aus immobilienwirtschaftlicher Sicht kann das Fehlen spezifischer Vorschriften erhebliche Risiken darstellen:

  1. Unklarheiten hinsichtlich der anzuwendenden Vertragsart.

  2. Konflikte in Eigentumswohnanlagen aufgrund nicht-wohnlicher Nutzung oder umgekehrt.

  3. Schwierigkeiten ergeben sich bei der Beilegung von Konflikten ohne klare Rechtsgrundlage.

    Dies eröffnet aber auch eine wertvolle Chance: den konstruktiven Dialog zwischen Regierung, Bauträgern/Bauunternehmen, Vermietern, Immobilienagenturen und Berufsverbänden wie ACOPROVI, AEI und ADORECO zu fördern.

Nur durch diesen Konsens können intelligente politische Strategien entwickelt werden, die wirtschaftliche Freiheit, Koexistenz und Rechtssicherheit in Einklang bringen.

Kurzzeitvermietungen gehören mittlerweile zum neuen Standard bei Immobilieninvestitionen in der Dominikanischen Republik. Jedes Projekt, jeder Gastgeber und jeder Gast ist Teil eines Ökosystems, das Aktivität, Vertrauen und Beschäftigung schafft.

Die Herausforderung besteht nicht darin, sie zu stoppen, sondern sie mit Verantwortung und einer Zukunftsvision zu integrieren, denn wenn dieses Wachstum auf soliden rechtlichen Grundlagen ruht, wird die Investition in Fortschritt umgewandelt.

 „Jedes gut geplante Kurzzeitmietgebäude ist eine Fabrik für Arbeitsplätze und Chancen.“.

Hinter jeder verantwortungsvollen Investition stehen Familien, Gemeinschaften und Reiseziele, die davon profitieren.

Rechtssicherheit ist daher kein Hindernis für Investitionen, sondern vielmehr der sichere Boden, auf dem sie gedeihen können.

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Die hier geäußerten Inhalte und Meinungen sind ausschließlich die des Autors. Inmobiliario.do übernimmt keine Verantwortung für diese Aussagen und betrachtet sie nicht als bindend für seine redaktionelle Meinung.
Reyna Echenique
Reyna Echenique
Sie ist Immobilienanwältin, Immobilienunternehmerin, CEO der Echenique Group, Coach, Trainerin und Rednerin mit Zertifizierung von John Maxwell und Tania Báez, Sekretärin des Verwaltungsrats von AEI 2024-2026 und Immobilienmaklerin mit Spezialisierung auf den dominikanischen und internationalen Immobiliensektor.
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