Bitcoin-Zahlungen im Tourismus- und Immobiliensektor nehmen trotz komplexer oder nicht vorhandener Regulierungen in einigen Ländern weiter zu. In den Vereinigten Staaten gilt Bitcoin als Vermögen, daher unterliegen alle Gewinne oder Verluste aus seinem Verkauf der Kapitalertragsteuer.
Entnommen von Crypto247
Die kolumbianische Immobilienplattform La Haushat angekündigt, ab sofort Bitcoin-Zahlungen für Immobilien zu akzeptieren. Damit folgt das Unternehmen dem wachsenden Trend, Krypto-Investoren den Kauf von Häusern und Wohnungen zu ermöglichen, ohne ihre Ersparnisse in Fiatwährung umtauschen zu müssen.
Laut eigenen Angaben hat La Haus eine Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister OpenNode geschlossen, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, Immobilien über das Lightning Network oder direkt auf der Blockchain zu bezahlen, je nach Bedarf des Käufers. Dieser kann entweder 100 % in Bitcoin bezahlen oder nur einen Teil des Gesamtbetrags in BTC und den Rest auf herkömmlichem Wege.
Die Initiative ist vorerst exklusiv für ein neues Wohnprojekt in der gehobenen Gegend von Santa Marta namens Natura City. Die Anlage liegt weniger als 200 Meter von den kolumbianischen Stränden entfernt, und die Fertigstellung ist für 2025 geplant. Jede Wohneinheit hat einen Wert von ca. 2,19 BTC oder 400 Millionen kolumbianischen Pesos.
Rodrigo Sánchez-Ríos, Präsident und Mitbegründer von La Haus, erklärte: „Wir glauben, dass Bitcoin die Reservewährung der Zukunft sein wird. Letztendlich sind wir ein Technologieunternehmen. Es ist daher selbstverständlich, dass wir Pioniere auf diesem Gebiet sind.“.
Es ist nicht das erste Mal, dass La Haus Kryptowährungszahlungen im Immobiliensektor anbietet. Vor einem Monat begann das Unternehmen, Bitcoin-Zahlungen für ein Wohnbauprojekt in Playa del Carmen, Mexiko, zu akzeptieren. Damals kündigte La Haus an, diese Zahlungsoption auf alle auf seiner Plattform gelisteten Immobilien auszuweiten.
Bitcoin-Zahlungen im Tourismus- und Immobiliensektor nehmen trotz komplexer oder nicht vorhandener Regulierungen in einigen Ländern weiter zu. In den USA gilt Bitcoin als Vermögen, daher unterliegen Gewinne oder Verluste aus seinem Verkauf der Kapitalertragsteuer. In Venezuela hingegen werden viele Immobilienkäufe mittlerweile routinemäßig mit Kryptowährungen abgewickelt, beispielsweise der Kauf einer Wohnung mit dem Stablecoin Tether, häufig unter Verwendung von USDT.
In der Tourismusbranche beispielsweise ermöglicht das renommierte Luxushotel Chedi Andermatt in den Schweizer Alpen seinen Gästen bereits die Zahlung mit Kryptowährungen für Hotelaufenthalte und andere Leistungen. Das Hotel, das dem Milliardär Samih Sawiris gehört, gab bekannt, dass es sowohl Bitcoin (BTC) als auch Ether (ETH) akzeptiert und die Möglichkeit prüft, zukünftig weitere Kryptowährungen anzubieten. Auch Reisebüros und Autovermietungen werben zunehmend damit, Bitcoin und andere Kryptowährungen neben traditionellen Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, Debitkarten oder Bargeld als zusätzliche Option zu akzeptieren.




