WelttagWohnens: Bericht enthüllt, dass der Wohnungsbau ein „enormes“ Problem darstellt…

Welttag des Wohnens: Bericht enthüllt, dass das Baugewerbe eine „enorme“ Quelle für Beschäftigung ist

Entnommenaus Hoy

SANTO DOMINGO– Die Bauwirtschaft, allen voran der Wohnungsbau, ist eine riesige, oft übersehene Quelle für Beschäftigung in Schwellenländern, so ein heute von Habitat for Humanity International anlässlich des Welttags der menschlichen Siedlungen veröffentlichter Bericht.

Weltweit beschäftigt der Bausektor über 250 Millionen Arbeitnehmer, was 7,7 % der Gesamtbeschäftigung entspricht. Laut dem Bericht „A Ladder Up: The construction sector's role in creating jobs and rebuilding emerging market economies“, veröffentlicht vom Terwilliger Center for Housing Innovation von Habitat for Humanity, schafft jede in Bauprodukte investierte Million Dollar durchschnittlich 97 Arbeitsplätze in Schwellenländern.

Demgegenüber stehen laut dem Bericht, der sich auf die Analyse von neun Ländern konzentrierte: Brasilien, Kolumbien, Indien, Indonesien, Mexiko, Peru, den Philippinen, Südafrika und Uganda, 81 Arbeitsplätze pro investierter Million in der landwirtschaftlichen Produktion und 96 Arbeitsplätze pro investierter Million in Produkten aus dem Beherbergungs- und Gastronomiesektor.

Investitionen in den Wohnungsbau stellen eine potenzielle Win-Win-Situation für alle Schwellenländer dar, da sie zahlreiche lokale Arbeitsplätze schaffen, dazu beitragen, den anhaltenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu beheben und die Gesamtwirtschaft ankurbeln“, so Patrick Kelley, Vizepräsident des Terwilliger Centre for Habitat. „Diese Erkenntnisse sind von entscheidender Bedeutung für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die entscheiden müssen, welche Bereiche sie beim Wiederaufbau ihrer durch die COVID-19-Pandemie geschwächten Wirtschaft priorisieren sollen; insbesondere in einer Welt, in der 1,6 Milliarden Menschen immer noch keinen angemessenen Wohnraum haben.“

Der Bericht zeigt auch, dass viele dieser Arbeitsplätze auf Arbeitnehmer mit geringerer formaler Bildung ausgerichtet sind. Forscher stellten fest, dass Bauarbeitsplätze im Vergleich zu anderen Optionen für Arbeitnehmer mit geringer Bildung relativ gut bezahlt sind.

Das Dokument hebt außerdem hervor, dass Bauarbeiter in Schwellenländern häufig außerhalb regulierter und formeller Strukturen arbeiten. In Südafrika liegt der Anteil informeller Beschäftigung im Baugewerbe bei 50 %, verglichen mit über 90 % in Ländern wie Indien, Indonesien und Uganda. Der Wohnungsbau dominiert den Sektor; beispielsweise macht er in Brasilien, Kolumbien und Mexiko mehr als 80 % des gesamten Hochbaus aus.

Die Forscher kamen außerdem zu dem Schluss, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der praktischen Ausbildung von Bauarbeitern dazu beitragen können, dass sich städtische Gebiete, einschließlich der am stärksten von der Pandemie betroffenen, nachhaltiger und gerechter entwickeln.

Von der Dominikanischen Republik aus entwickelt Habitat for Humanity Projekte, die in diesem Jahr rund 7.035 Arbeitsplätze schaffen werden. Ziel ist es, einkommensschwachen Familien sichere und stabile Wohnungen zu bieten. Im Jahr 2021 konzentriert sich die Organisation auf den Bau kompletter Häuser mit traditionellen und innovativen Bauweisen, beispielsweise mit vorgefertigten Materialien und recyceltem Kunststoff. Auch der Austausch von Lehmböden durch Betonböden gehört zu ihren Schwerpunkten.

„Habitat for Humanity Dominikanische Republik ist der festen Überzeugung, dass Wohnraum der Motor der wirtschaftlichen Erholung ist, und wir rufen die Regierung, den Privatsektor, Entwicklungsinstitutionen und die Zivilgesellschaft dazu auf, zusammenzuarbeiten, um sozial effizienten Wohnraum und integrative Aktivitäten bereitzustellen, die den Wohnungsmarkt ankurbeln und so Arbeitsplätze schaffen, als Teil der Pläne zur Abmilderung und Erholung nach der Pandemie“, erklärte Cesarina Fabián, nationale Direktorin.

Über Habitat for Humanity Dominikanische Republik

Habitat for Humanity ist eine globale, gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch ein menschenwürdiges Zuhause hat. Ihre Programme konzentrieren sich auf Mikrofinanzierung für Wohnprojekte, Risikominimierung und Katastrophenhilfe. Habitat for Humanity Dominikanische Republik unterstützt Familien dabei, durch Wohnraum Stärke, Stabilität und Selbstständigkeit zu erlangen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 hat die Organisation über 30.000 Wohnlösungen geschaffen und rund 150.000 Menschen erreicht.

Habitat for Humanity Dominikanische Republik lädt Sie ein, sich zu engagieren und über habitatdominicana.org zu spenden. Weitere Informationen finden Sie in den sozialen Medien unter @habitatdominicana

Über das Terwilliger Center for Housing Innovation

Das Terwilliger Center for Housing Innovation ist eine Einrichtung von Habitat for Humanity International und arbeitet mit Akteuren des Wohnungsmarktes zusammen, um marktorientierte und bedarfsgerechte Dienstleistungen, Produkte und Finanzierungsmöglichkeiten auszubauen. So sollen Familien ihre Wohnsituation effektiver und effizienter verbessern können. Ziel des Terwilliger Centers ist es, den Wohnungsmarkt für Menschen in Wohnungsnot effektiver zu gestalten und dadurch die Lebensqualität einkommensschwacher Familien zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter habitat.org/tcis

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