SANTO DOMINGO – Die Regierung setzt ihren Plan zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs fort. Dies ist eine der größten Herausforderungen für die Dominikanische Republik, der es an effektiven und umfassenden Programmen mangelt, um den Bedürfnissen derjenigen gerecht zu werden, die auf diesen Nahverkehr angewiesen sind. Ein Ansatzpunkt der aktuellen Regierung ist die Einrichtung von Busspuren. Die jüngste dieser Spuren wurde auf der Avenida Independencia eröffnet.
Luis Abinader, der Präsident der Dominikanischen Republik, weihte am Freitag, den 13. Februar, den Independence Corridor. Laut offizieller Erklärung wird diese Initiative täglich mehr als 40.000 Fahrgäste und zur Transformation des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Santo Domingo beitragen.
Ein Netzwerk von Korridoren
Das Buskorridornetz umfasst derzeit insgesamt 209 Busse, verteilt auf vier Korridore: 30 auf dem Núñez-Korridor, 46 auf dem Churchill-Korridor, 64 auf dem Charles-Korridor und 68 auf dem Independencia-Korridor. „Dieses Netz deckt aktuell eine Strecke von 500,93 Kilometern ab. Durch die Einrichtung des neuen Korridors kommen weitere 67,27 Kilometer zu den verschiedenen Streckenabschnitten hinzu“, heißt es in der Erklärung des Präsidialamtes.
Weitere Initiativen
Der Minister des Präsidialamtes, José Ignacio Paliza, betonte, dass die Regierung in diesem Jahr weitere Initiativen starten werde, die darauf abzielen, das Verkehrswesen weiter zu verbessern.
Er nannte unter anderem die Linie 2C der Metro Santo Domingo, zwei zusätzliche Fahrspuren auf dem Duarte Highway, die Fertigstellung der Arbeiten am Kilometer 9 derselben Straße und die Überführungen an der Plaza de la Bandera sowie die neue Seilbahn in Santo Domingo Oeste.

Präsident Luis Abinader weihte die neue Verkehrsroute offiziell ein. (Externe Quelle).
Er merkte an, dass dies durch die Santo Domingo Monorail ergänzt werde , die das Olympische Zentrum mit Santo Domingo West verbinden soll, und dass das Ausschreibungsverfahren bereits im Gange sei.
Millionen von Nutzern mobilisiert
Seit der Inbetriebnahme des ersten reformierten Korridors im Februar 2021 bis heute hat das System insgesamt 56.461.684 Fahrgästeund sich damit als eine der wichtigsten Strategien zur Reorganisation des städtischen Verkehrs im Land etabliert, wie das Dokument hervorhebt.
Der neue Korridor
Der neue Korridor wird mit 68 Bussen mit einer Kapazität von jeweils 90 Fahrgästen von 5:00 Uhr bis 23:00 Uhr betrieben, mit Abständen von 5 bis 7 Minuten und 82 markierten Haltestellen entlang einer 18 Kilometer langen Strecke vom Start- zum Zielort.
Der Fahrpreis beträgt einheitlich 35,00 RD$ und kann vollständig elektronisch bezahlt werden. Dank des im zentralen Fahrgelderfassungssystem eingerichteten Fahrpreisstabilisierungsfonds (FET) können Fahrgäste zudem mit Einsparungen von bis zu 60 RD$ pro Fahrt rechnen. Diese direkte Subvention soll die Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit des Systems gewährleisten.
Anbindung an die Metro Santo Domingo
Das Präsidialamt weist außerdem darauf hin, dass die erste Phase des Pilotprogramms zur Integration der Fahrpreise in die Metro Santo Domingo gestartet wird. Dadurch sind Umstiege an bestimmten Stationen ohne zusätzliche Kosten möglich, wenn die Zahlung elektronisch mit einer Bankkarte erfolgt.
Das Projekt wird vom Verkehrsministerium der Dominikanischen Republik koordiniert und operativ vom Nationalen Institut für Transit und Landverkehr (Intrant), das die GPS-Überwachung vom Busleitstand und die Inspektion an den Bushaltestellen gewährleisten wird.
Mitarbeiterschulung
Die Erklärung erläutert, dass über 200 Fahrer geschult wurden, um ihre Fähigkeiten in sicherem Fahren, Kundenservice und der Einhaltung der Verkehrsregeln zu verbessern. Sie profitieren außerdem von Sozialversicherung, festen Arbeitszeiten und Rentenansprüchen.
Das neue System beinhaltet Servicequalitätsstandards, darunter Pünktlichkeit, optimaler Zustand der Fahrzeuge und Regelmäßigkeit der Taktung, wobei diese Indikatoren permanent überwacht werden, um ein sicheres und effizientes Mobilitätserlebnis zu gewährleisten.
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