SANTO DOMINGO.– Die Kosten für den Wohnungsbau steigen aufgrund einer Reihe ungünstiger Faktoren aus verschiedenen Quellen weiterhin täglich an. Dazu gehören die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die zu einem deutlichen Anstieg der Baumaterialien geführt haben, sowie der sechsmonatige Krieg in der Ukraine, der eine massive globale Inflation ausgelöst hat.
In den letzten zwei Jahren sind die Preise für Baumaterialien um bis zu 250 % in die Höhe geschnellt, was für Bauherren und Käufer eine Reihe von Schwierigkeiten mit sich brachte. Bauherren mussten ihre Preise an die aktuelle Situation anpassen, während Käufer mit unerwarteten Preiserhöhungen konfrontiert wurden, die ihre Pläne und Finanzen beeinträchtigten
Laut einer heutigen Veröffentlichung im Diario Libre steigen die direkten Kosten des Wohnungsbaus weiterhin deutlich an und erreichen laut dem jüngsten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums, „Sectoral Panorama“, vom vergangenen Juni eine kumulierte Veränderung von 11,0 % und eine Veränderung im Jahresvergleich von 14,1 %.
Dem Bericht zufolge waren die Untergruppen, die die größten kumulativen Veränderungen verzeichneten, die Bootsbau-Subunternehmer (57,7 %) und Maler- und Zimmererarbeiten (mit einem Anstieg von 21 %).
Es wurde festgestellt, dass zu den Untergruppen, die am meisten zur kumulierten Variation des Direktkostenindex für den Wohnungsbau (ICDV) beigetragen haben, Maurerarbeiten, Stahl, Beton, Zement und Klebstoffe gehören.
Bezüglich Wohnen
Nach Wohnungstypen aufgeschlüsselt hebt das Wirtschaftsministerium die monatlichen und jährlichen Zuwächse bei viergeschossigen Wohngebäuden hervor (1,6 % bzw. 16,8 %).
Bezüglich der kumulierten Schwankungen wiesen zweistöckige Häuser die größte Schwankung auf (11,6 %).
Kredite für den Sektor
Der Bericht „Sektorübersicht“ vom Juni zeigt, dass die inflationsbereinigten Umsätze im Baugewerbe im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres eine positive Entwicklung aufwiesen.
„Dieser Trend deckt sich mit den Zuwächsen im Kreditportfolio (hauptsächlich in Fremdwährung), das an diesen Sektor gerichtet ist. Allerdings wirken sich die Inflationsdrücke weiterhin auf diese Teilsektoren aus“, heißt es.
Quelle: Diario Libre




