StartseiteThema NationalMagin Díaz: Vorschlag zur Gehaltsindexierung darf die Haushaltsstabilität nicht gefährden

Magin Díaz: Vorschlag zur Gehaltsindexierung darf die Haushaltsstabilität nicht gefährden

SANTO DOMINGO.- Der Finanz- und Wirtschaftsminister Magín Díaz bekräftigte die Bereitschaft der Regierung, mit verschiedenen Arbeitnehmer- und Wirtschaftsvertretern in einen Dialog über die vorgeschlagene Gehaltsindexierung zu treten, mahnte jedoch zur Vorsicht, da jede Maßnahme im Rahmen einer umfassenden Reform des Steuersystems bewertet werden müsse, um isolierte Entscheidungen zu vermeiden, die die fiskalische Stabilität gefährden könnten.


Während des Treffens „La Semanal con la Prensa“ im Nationalpalast ging Díaz auf die Bedenken der Gewerkschaften hinsichtlich der Forderung ein, die seit 2017 eingefrorenen Einkommensteuerfreigrenzen zu aktualisieren und eine Obergrenze von bis zu 50.000 RD$-Peso festzulegen.


„Es stimmt, dass die Schwellenwerte seit 2017 nicht mehr angepasst wurden, aber das war damals eine notwendige Maßnahme, um die Steuerbasis zu verbreitern. Ich denke aber, es ist an der Zeit, sich hinzusetzen, zuzuhören und zu analysieren“, sagte er.


Der Minister betonte, er habe Gespräche mit Gewerkschaften und Berufsverbänden geführt und die Regierung sei dialogbereit, sofern die makroökonomische Stabilität Priorität habe. „Einzelmaßnahmen sind niemals ratsam. Für die Regierung sind Stabilität und ein umsichtiger Umgang mit den öffentlichen Finanzen unabdingbar“, erklärte er.


Díaz merkte an, dass die Regierung trotz des Verzichts auf eine Steuerreform im Zeitraum 2020–2025 das Haushaltsdefizit bei 3,0 % des BIP gehalten und zwei Verbesserungen im Länderrating erzielt habe. „Wir können keine Entscheidungen treffen, die die Einnahmen verringern, ohne zu erläutern, welche Ausgleichsmaßnahmen ergriffen werden. Das ist im Steuerreformgesetz von 2002 so festgelegt“, betonte er.


Der Minister hob zudem die trotz des schwierigen internationalen Umfelds erzielten sozialen Fortschritte hervor: „Es heißt, die Maßnahmen schadeten den Arbeitnehmern, doch der Rückgang der Armut zwischen 2020 und 2025 infolge der Auswirkungen von COVID-19 ist nahezu beispiellos.“
Abschließend betonte Díaz, dass der Ansatz umfassend sein müsse: „Es ist wichtig, das Gesamtbild zu betrachten und nicht nur einzelne Maßnahmen zu analysieren. Wir sind offen für den Dialog.“

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Solangel Valdez
Solangel Valdez
Journalistin, Fotografin und PR-Spezialistin. Ambitionierte Schriftstellerin, Leserin, Köchin und Weltenbummlerin.
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