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Dekarbonisierung in der Architektur

Von Yermys Peña

Der Klimawandel ist die größte umweltpolitische Herausforderung, vor der die Welt heute steht. Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung hat die Menschheit die CO2-Emissionen erhöht,was maßgeblich zum Treibhauseffekt und damit zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel beiträgt. 

 Was ist Dekarbonisierung?

Dekarbonisierung ist der Prozess der Reduzierung von Kohlenstoffemissionen, insbesondere von Kohlendioxid (CO₂), in die Atmosphäre. Ihr Ziel ist eine emissionsarme Weltwirtschaft, die durch die Energiewende. Wir hören das Konzept der Dekarbonisierung in politischen Reden und auf Umweltveranstaltungen, doch ohne die gebührende Aufmerksamkeit von Architekten und Planern ist ein Wandel nicht möglich. 

Ein durchschnittliches Gebäude enthält 75 % Betriebskohlenstoff und 25 % emittierten Kohlenstoff.

Das bedeutet, dass wir den Energiebedarf durch hochleistungsfähige Gebäudehüllen, durch die Auswahl der richtigen Ausrüstung und Steuerungssysteme und durch den Einsatz erneuerbarer Energien reduzieren müssen

Strategien

Dekarbonisierung auf drei Ebenen: Das World Resources Institute präsentiert eine Liste priorisierter Strategien, die sich auf drei zentrale Dekarbonisierungsmaßnahmen reduzieren lassen. Daraus ergibt sich für Gebäude Folgendes:

  1. Reduzierung des betrieblichen CO2-Ausstoßes in bestehenden Gebäuden durch Energieeffizienz
  2. Den verbleibenden geringen Energiebedarf können wir mit erneuerbaren Energien decken, idealerweise innerhalb des Geländes.
  3. Reduzierung des grauen Kohlenstoffs in neuen Gebäuden während ihres gesamten Lebenszyklus.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rohstoffgewinnung, da der Bausektor für etwa die Hälfte aller abgebauten Materialien und ein Drittel des gesamten Abfallaufkommens verantwortlich ist. Daher könnte die Vermeidung negativer Auswirkungen und Abfälle durch Wiederverwendung und Recycling in unserer Branche einen enormen Beitrag zu den globalen Bemühungen zur Bekämpfung der Erderwärmung leisten.

Damit das Pariser Abkommen Erfolg hat, müssen Architekten bereit sein, die CO₂-Emissionen im Baugewerbe bereits in der Planungsphase zu reduzieren. Eine ganzheitliche Betrachtung aller Aspekte der Dekarbonisierung bedeutet, umweltschonende Baulösungen und Produkte einzusetzen, Materialien wiederzuverwenden, Lebenszyklusanalysen durchzuführen und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Der Autor ist Architekt und spezialisiert auf intelligente und nachhaltige Städte.

Geschäftsführer und Partner des Architekturbüros Construger.

IG @yermyspena

www.yermyspena.com

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