SANTIAGO.-José Luis Ventura, Vorstandsvorsitzender der Cibao Savings and Loan Association, ACAP, berichtete, dass das Institut zum Ende Oktober 2023 ein Wachstum des gesamten Nettovermögens von 12 % auf 82.236 Millionen RD$ verzeichnete, was einen erheblichen Anstieg gegenüber Dezember des Vorjahres darstellt.
Er sagte, dass parallel dazu das Nettokreditportfolio um 9 % gewachsen sei und 49.747 Millionen RD$ erreicht habe – Zahlen, die die Stärke und Dynamik des Instituts auf dem dominikanischen Finanzmarkt widerspiegeln.
Um seine Führungsposition zu festigen und im Einklang mit dem Vertrauen und der Verpflichtung gegenüber seinen Mitarbeitern platzierte das Institut im Oktober nachrangige Schuldverschreibungen im Wert von 2,5 Milliarden RD$ am dominikanischen Aktienmarkt, wie aus einer Pressemitteilung des Finanzinstituts hervorgeht.
Darin wird erläutert, dass die Finanztransaktion von Parallax Valores als Strukturierungs- und Platzierungsagent fachkundig begleitet wird. Die Anleihen erhielten von Fitch Ratings ein positives Rating von „A (dom)“ und von Feller Rate ein „A“, was die Zuverlässigkeit und Stabilität dieser Emission für Anleger unterstreicht.
„Dieser strategische Schritt stärkt nicht nur die Kapitalstruktur der Asociación Cibao, sondern zeugt auch von ihrem unerschütterlichen Engagement für das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand der Dominikanischen Republik“, erklärte der Geschäftsführer.
Konferenzen
Mit dem Ziel, das Wissen und die Fähigkeiten seiner Mitglieder im Kontext von Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Entwicklung zu stärken, bot ACAP seinen Kunden zwei Konferenzen an, um sie über die Perspektiven und Herausforderungen der dominikanischen Wirtschaft im aktuellen Kontext zu informieren.
In Santiago de Chile präsentierte der Wirtschaftswissenschaftler Magín Díaz in seinem Vortrag „Die dominikanische Wirtschaft nach Covid: Aktuelle Lage sowie makroökonomische und fiskalische Perspektiven“ eine Analyse.
Díaz erläuterte detailliert den Stand der dominikanischen Fiskal- und Geldpolitik, deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sowie kurz-, mittel- und langfristige Prognosen. Seine Analyse umfasste auch die Risiken und Chancen für den Bausektor und die nationale Wirtschaft insgesamt.
Bezüglich der Zinssätze erklärte er, dass die Zentralbank der Dominikanischen Republik nicht mehr so viel Spielraum für weitere Zinssenkungen haben werde, wenn die Zinssätze in den Vereinigten Staaten weiter steigen, selbst wenn die Inflation zurückgegangen sei.
In Santo Domingo fanden unterdessen die Kenntnisse und Erfahrungen des Ökonomen Rolando Guzmán, des ehemaligen Rektors von INTEC, Eingang in die Konferenz „Die dominikanische Wirtschaft 2023: Struktur und Situation“.
Guzmán begab sich auf eine historische Reise, um bedeutende sozioökonomische Veränderungen aufzuzeigen und aktuelle Trends zu skizzieren. Dabei beantwortete er wichtige Fragen zu Wachstumsfaktoren und Erwartungen in einem inflationären Umfeld.
Bezüglich der aktuellen Wirtschaftslage legte der Redner Belege dafür vor, dass das Bruttoinlandsprodukt des Landes maßgeblich vom US-Konjunkturzyklus und den internationalen Märkten für wichtige Import- und Exportprodukte abhängt. Er erklärte, dass bis 2024 mit einer Erholung des Welthandels zu rechnen sei, was er als positive Entwicklung wertete.
Beide Experten waren sich einig, dass eine Steuerreform im nächsten Jahr wahrscheinlich ist, da das Defizit in den letzten zwei Jahren höher war als in den ursprünglichen Haushaltsplänen vorgesehen und es notwendig ist, die Staatsverschuldung zu senken.




