Heimattourismus:Mit mehr als 11 Millionen Besuchern im Jahr 2025 steht der Tourismus vor...

Da im Jahr 2025 über 11 Millionen Besucher erwartet werden, steht der Tourismus vor einer weiteren Herausforderung: die bessere Messung seines Wachstums

SANTO DOMINGO – Über 11 Millionen Besucher reisten 2025 in die Dominikanische Republik – eine Zahl, die den Tourismus erneut zu einem der wichtigsten Wirtschaftsmotoren des Landes macht. Das Wachstum der Branche hat neue Hotelinvestitionen, Immobilienprojekte, Flugverbindungen und die Entwicklung von Reisezielen angestoßen, die noch vor zehn Jahren kaum besucht waren.

Hinter diesen Ergebnissen verbirgt sich jedoch eine Herausforderung, die selten Schlagzeilen macht: ausreichend robuste statistische Informationen zu besitzen, um zu verstehen, wie der Sektor tatsächlich wächst und wohin er sich entwickelt.

Die Einstufung ist Teil des Nationalen Statistikplans (PEN) 2025-2028, der vom Nationalen Statistikamt (ONE) erstellt wurde und die Notwendigkeit unterstreicht, die Erstellung amtlicher Statistiken weiter zu stärken, um den neuen Anforderungen eines zunehmend dynamischen, vielfältigen und entscheidenden Tourismussektors für die dominikanische Wirtschaft gerecht zu werden.

Obwohl der Tourismus im Hinblick auf die Fähigkeit zur Erstellung offizieller Indikatoren eine der besten Leistungen des nationalen Statistiksystems aufweist, zeigt die Diagnose selbst, dass es noch Möglichkeiten gibt, die verfügbaren Informationen zu erweitern, die Datenquellen zu stärken und die Koordination zwischen den für die Erstellung von Statistiken zuständigen Institutionen zu verbessern.

Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, Touristen zu zählen

Jahrzehntelang konzentrierten sich Tourismusstatistiken auf die Messung der Ankunft ausländischer Besucher. Heute reichen diese Informationen nicht mehr aus.

Das Wachstum der Branche erfordert Antworten auf immer komplexere Fragen: Welche Reiseziele erhalten die meisten Investitionen? Wie viel geben die Besucher tatsächlich aus? Welche Auswirkungen hat der Tourismus auf die Beschäftigung? Wie beeinflusst die Hotelentwicklung den Immobilienmarkt? Welche Gebiete stehen am stärksten unter Druck auf öffentliche Dienstleistungen oder die Umwelt?

Die Beantwortung dieser Fragen erfordert ein statistisches System, das in der Lage ist, zeitnah vergleichbare Informationen mit hohen methodischen Standards zu generieren.

Ein Sektor mit soliden Indikatoren, aber mit Wachstumspotenzial

Die ONE-Diagnose offenbart eine verblüffende Realität.

Gemäß PEN 2025-2028 werden 67 % der Tourismusindikatoren in die Kategorie „Machbarkeitsstufe I“ eingestuft, die höchste Kategorie zur Beurteilung der Fähigkeit, amtliche Statistiken mit methodischer Qualität zu erstellen.

Mit diesem Prozentsatz zählt der Tourismus zu den leistungsstärksten Sektoren des Landes, nur hinter Informations- und Kommunikationstechnologien (86 %), dem Wirtschaftssektor (72 %) und der Landwirtschaft (71 %).

Die Institution führt dieses Ergebnis auf Investitionen zurück, die in den letzten Jahren getätigt wurden, um die technischen Fähigkeiten der für die Erstellung amtlicher Informationen zuständigen Stellen zu stärken.

Derselbe Bericht warnt jedoch davor, dass die Stärkung der Statistik nicht aufgehalten werden kann, da das Wachstum des Sektors zunehmend spezialisierte Informationen zur Unterstützung der Planung und Entscheidungsfindung erfordert.

Ein System, das weiterhin vor strukturellen Herausforderungen steht

Der Nationale Statistikplan benennt 85 statistische Operationen, die auf die verschiedenen Sektoren des Nationalen Statistiksystems verteilt sind.

Im Falle des Tourismus dokumentiert das Dokument eine prioritäre statistische Operation, eine Realität, die nicht unbedingt eine geringere Bedeutung des Sektors widerspiegelt, sondern vielmehr die Art und Weise, wie die Erstellung offizieller Informationen derzeit organisiert ist.

Das ONE erklärt, dass eine einzige statistische Operation mehrere Indikatoren erzeugen kann, erkennt aber gleichzeitig die Notwendigkeit an, das System weiter zu stärken, um auf neue Informationsbedürfnisse reagieren zu können, die sich im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung ergeben.

Eine Momentaufnahme des Tourismus im PEN-Raum 2025-2028

IndikatorErgebnis
Indikatoren auf Machbarkeitsebene I67 %
Position unter den bewerteten Sektoren4. Platz
Priorisierte statistische Operationen1
Statistische Operationen des nationalen Systems85

Die von ONE erkannten Schwächen

Über den Tourismus hinaus identifiziert das PEN Herausforderungen, die das gesamte nationale Statistiksystem betreffen.

Sie heben unter anderem hervor, dass bei 27 % der statistischen Erhebungen Probleme mit der Untererfassung bestehen, kaum 51 % die offizielle territoriale Einteilung zur Organisation der Informationen nutzen und fast die Hälfte der Institutionen ihre Datenbanken weiterhin mit Excel-Tabellen verwaltet.

Laut ONE verringern diese Einschränkungen die Interoperabilität, behindern den Informationsaustausch zwischen Institutionen und stellen eine Herausforderung für die sichere Verarbeitung großer Datenmengen dar.

Die wichtigsten Herausforderungen, die vom PEN identifiziert wurden

  • Bei 27 % der statistischen Auswertungen wurde eine Untererfassung festgestellt.
  • Nur 51 % nutzen die offizielle territoriale Einteilung.
  • Fast die Hälfte der Institutionen arbeitet immer noch mit Excel-Datenbanken.
  • Die Verwaltungsdokumentation muss verbessert werden.
  • Es ist notwendig, die Koordination zwischen den Institutionen, die Statistiken erstellen, auszubauen.

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Luisa Saldaña
Luisa Saldaña
Journalistin mit Erfahrung in digitalen und Printmedien. Jurastudentin mit Interesse an Wirtschaftsentwicklung und den Schnittstellen von Wirtschaft, Stadt und Gesellschaft. Schreiben ist für mich ein Weg, die Welt um uns herum zu erforschen und zu verstehen.
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