Es wird ein Bürogebäude mit 21 Räumlichkeiten für Vorstellungsgespräche und Büros errichtet. Die geschätzten Kosten des Projekts belaufen sich auf 72,5 Millionen Pesos.
SANTO DOMINGO– Nach der Krise mit Haiti, die durch den Bau eines Bewässerungskanals am Rio Massacre entstanden ist, setzt die Dominikanische Republik ihre Einwanderungsmaßnahmen fort, um den Menschenhandel mit nicht registrierten Einwanderern in das Land zu kontrollieren.
In diesem Zusammenhang bereitet die Generaldirektion für Migration (DGM) den dringenden Bau von drei Pavillons zur Unterbringung von 960 undokumentierten Einwanderern sowie eines Bürobereichs im Migrationskontroll- und Haftzentrum Haina vor.
Laut einem Bericht der Zeitung Diario Libre gehört das Projekt zu den Maßnahmen, die Präsident Luis Abinader angeordnet hat, nachdem Haiti sich geweigert hatte, den Bau des Massakers zu stoppen.
Die Einwanderungsbehörden bestätigen den Zusammenbruch der Aufnahme- und Datenverarbeitungszentren aufgrund des starken Anstiegs der haitianischen Bevölkerung im Land. Infolgedessen wurden die Kontrollen landesweit verstärkt und die Zahl der Abschiebungen erhöht. Allein im September, dem Monat der Grenzschließung, wurden laut Diario Libre 22.563 Haitianer abgeschoben.
Laut Migrationsdaten wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 124.471 Haitianer in ihr Land zurückgeführt, davon wurden 91.588 deportiert und 32.883 repatriiert.
Pavillons
Die Ausschreibung für den Bau der Pavillons und des Bürobereichs erfolgte im Rahmen eines Notfallausnahmeverfahrens, das auf der Website der Beschaffungs- und Vertragsabteilung veröffentlicht wurde.
Die Baupläne sehen drei Pavillons für undokumentierte Einwanderer vor: zwei mit einer Kapazität von je 320 Personen und einen mit 240 Plätzen. Jeder Pavillon wird über Toiletten und Handwaschmöglichkeiten verfügen. Zusätzlich wird eine Aufnahmezelle mit einer Kapazität von 80 Personen errichtet.
Neben den Pavillons wird ein Bürogebäude mit 21 Räumlichkeiten für Vorstellungsgespräche und Büros errichtet. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf ca. 72,5 Millionen Pesos.
Warum ein dringendes Verfahren?
Der Generaldirektor für Migration, Venancio Alcántara Valdez, begründet die Dringlichkeit des Projekts mit „unvorhergesehenen, unvorhersehbaren, unmittelbaren, konkreten und nachgewiesenen Umständen, die es unmöglich machen, die gesetzlich vorgeschriebenen Auswahlverfahren fristgerecht anzuwenden“. Interessierte müssen ihre Angebote bis spätestens 9:00 Uhr am 30. Oktober 2023 in verschlossenen Umschlägen einreichen.




