Die Predigt der Sieben Letzten Worte verknüpfte soziale Krisen, wirtschaftlichen Druck und Umweltzerstörung und unterstrich die Notwendigkeit, die bestehenden Gesetze zum Schutz der natürlichen Ressourcen durchzusetzen
SANTO DOMINGO. – Die Predigt der Sieben Letzten Worte 2026 diente der katholischen Kirche dazu, eine Diagnose zu stellen, die sich auf Gewalt, wirtschaftliche Bedingungen, institutionelles Funktionieren und soziale Werte konzentrierte und Bezüge zu Bereichen des öffentlichen Managements herstellte.
In den sieben Betrachtungen, die von Priestern, einem Diakon und einer Nonne vorgetragen wurden, wurden Probleme wie Kriminalität, Unsicherheit, Femizide, hohe Lebenshaltungskosten, Arbeitslosigkeit, Korruption und Straflosigkeit sowie Mängel im Gesundheits- und Bildungssystem als Faktoren dargestellt, die die Lebensqualität der Bevölkerung beeinträchtigen.
Die sieben Texte weisen generell darauf hin, ohne Verantwortlichkeiten zu individualisieren, nennen keine konkreten politischen Maßnahmen, sondern beschreiben Versäumnisse in Bereichen, die dem Staat zuzuordnen sind, was eine Infragestellung des öffentlichen Managements darstellt.
Im Hinblick auf Umweltfragen verfolgt die Predigt einen konkreteren Ansatz, indem sie auf die Notwendigkeit hinweist, die geltenden Gesetze anzuwenden, um Entwaldung, Umweltverschmutzung und Abfallmanagement anzugehen.
Im sechsten Wort, das von Diakon Juan Evangelista Rivas Morillo verlesen wurde, nahm die Predigt direkten Bezug auf die Umweltsituation und thematisierte die „ökologische Misshandlung“ in der Dominikanischen Republik. Sie benannte Abholzung, Umweltverschmutzung, unzureichende Abfallwirtschaft und die Schädigung von Wasserquellen und forderte konkrete Maßnahmen wie die Stärkung der Wiederaufforstung, die Förderung des Recyclings, den Schutz der Wasserressourcen und die Aufklärung der Bevölkerung.
In diesem Zusammenhang wird die Notwendigkeit der strikten Anwendung des Gesetzes 64-00 über Umwelt und natürliche Ressourcen unterstrichen und darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen die Einbeziehung von Bürgern, Unternehmen und Behörden erfordern.
Die Struktur des Textes ermöglicht eine progressive Lesart der Botschaft: Die ersten Worte verweisen auf Gewalt, Ausgrenzung und den Zerfall des sozialen Gefüges; die mittleren Worte thematisieren materielle Mängel und wirtschaftliche Bedingungen; und das sechste Wort bringt die beschriebene Realität ins Gleichgewicht, einschließlich struktureller Probleme in verschiedenen Sektoren.
Das siebte Wort, „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist“ (Lukas 23,46), wurde von Schwester Lourdes Martínez Arcángel verlesen, die in ihrer Betrachtung das Vertrauen in Gott und die Hingabe als Grundlage des Glaubens in den Mittelpunkt stellte. In ihrer Ansprache sprach sie auch über aktuelle soziale Probleme und warnte vor dem Werteverfall in der dominikanischen Gesellschaft.
Die Nonne wies auf den Mangel an Freundlichkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen, die Zunahme von Gewalt und den Einfluss von Inhalten in sozialen Medien und urbaner Musik hin. In diesem Zusammenhang forderte sie eine „heilende Sprache“ und die Veränderung von Verhaltensweisen, die den sozialen Frieden gefährden.
Er forderte die Behörden außerdem auf, musikalische Inhalte zu regulieren, die seiner Ansicht nach für Kinder und Jugendliche schädlich seien, da sie Verhaltensweisen beeinflussten, die sich auf die Stabilität der Familie und ethische Werte auswirkten.
Die Rede schloss mit einem Aufruf zum Vertrauen in Gott angesichts der gesellschaftlichen Lage und legte nahe, dass sich dieses Vertrauen in konkrete Maßnahmen umsetzen sollte, die auf eine gerechtere Gesellschaft abzielen.
Insgesamt bietet die Predigt der Sieben Letzten Worte eine Interpretation der nationalen Realität aus der Perspektive der Kirche, wobei der Schwerpunkt auf sozialen Problemen und Werten liegt, und enthält Vorschläge, die zum Handeln auf individueller und institutioneller Ebene aufrufen.
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