Der Präsident des Tourismusministeriums, Abinader , fordert dringende globale Maßnahmen zur Eindämmung von Sarzaga in...

Präsident Abinader fordert eine dringende globale Reaktion, um Sarzaga in der Karibik zu stoppen

Der dominikanische Staatschef sprach über die Bemühungen des Landes um Nachhaltigkeit. Quelle: Pixabay.

Präsident Luis Abinader  bekräftigte am Montag seinen Appell an die Staats- und Regierungschefs der Welt, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Ausbreitung von Sargassum in der Karibik dringend anerkennen und angehen solle . Er bezeichnete sie als Umwelt-, Wirtschafts- und Gesundheitskrise , die eine globale und koordinierte Antwort erfordere

Während der UN-Ozeankonferenz (UNOC3) stellte Präsident Abinader fest, dass die karibischen Inselstaaten stark von den Auswirkungen des Klimawandels, und warnte davor, dass das Sargassum-Phänomen nicht mehr saisonal auftritt, sondern zu einer strukturellen Bedrohung

„Wir müssen diese Bedrohung als das erkennen, was sie ist: ein regionaler Notstand. Wir müssen als Gemeinschaft handeln, mit gemeinsamer Verantwortung und aktiver Solidarität. Das Meer, das uns als Region verbindet, ruft uns zu einer gemeinsamen Antwort auf. Daher bekräftigen wir unseren Appell an die Generalversammlung der Vereinten Nationen, diese Situation dringend anzugehen und eine globale und koordinierte Reaktion einzuleiten“, erklärte der dominikanische Präsident. 

Bis zu einer Million Tonnen Sargassum 

Laut Schätzungen von Präsident Abinader selbst könnten in diesem Jahr zwischen 0,62 und 0,93 Millionen Tonnen Sargassum die Küsten der Dominikanischen Republik erreichen. „Im Extremfall könnte diese Menge, abhängig von den Umweltbedingungen und Meeresströmungen, eine Million Tonnen übersteigen“, warnte er.

Präsident Abinader wies darauf hin, dass diese Ausbreitung direkte Auswirkungen auf die Biodiversitätdie öffentliche Gesundheit und strategische Sektoren wie Tourismus und Fischerei hat – grundlegende Säulen der Inselwirtschaft. 

Dominikanische Führungsrolle im Meeresschutz 

In seiner Rede erläuterte der dominikanische Staatschef den Staats- und Regierungschefs der Welt auch die Bemühungen seines Landes um eine nachhaltige Bewirtschaftung des Meeresraums. 

Als wichtigste Maßnahme hob er hervor, dass die Dominikanische Republik bereits 30 % ihres Meeresgebietsund damit ein zentrales Ziel des Globalen Rahmens für die biologische Vielfalt zwischen Kunming und Montreal erreicht hat. 

Darüber hinaus kündigte er an, dass das Land eine nationale maritime Strategie  entwickelt , ein umfassendes Instrument, das den Schutz und die nachhaltige Nutzung seiner Gewässer steuern soll , und dass eine nationale ozeanographische Datenplattform mit freiem Zugang gefördert wird, die bereits von Fischern, Forschern, staatlichen Stellen und Reiseveranstaltern genutzt wird.

Das dominikanische Staatsoberhaupt betonte zudem die Bedeutung der Küstengemeinden als Schlüsselakteure in der Meerespolitik. „Diejenigen zu unterstützen, denen das Meer am Herzen liegt, ist ein direkter Weg zu einer gerechteren und verantwortungsvolleren Bewirtschaftung unserer Ressourcen“, erklärte er. 

In diesem Zusammenhang nannte er als Beispiele die Förderung einer nachhaltigen Aquakultur, die Entwicklung von Aquaponiksystemen zur Vermehrung von Makroalgen, die Förderung einer verantwortungsvollen Fischerei nach internationalen Standards sowie den nautischen Tourismus.

Er berichtete außerdem, dass die Dominikanische Republik an einem nationalen Handbuch für den Bau klimaresistenter maritimer Infrastruktur arbeitet , das die Auswirkungen von Küstenbaumaßnahmen auf marine Ökosysteme verringern soll.

Präsident Luis Abinader während seiner Rede vor der UN. Externe Quelle.

Klimawandel, Plastikmüll und Meeresgerechtigkeit 

In seiner Rede warnte Präsident Abinader, dass sich die Lage der Ozeane an einem kritischen Punkt: „Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt und Verschmutzung drohen, unsere Ozeane zu verändern und sie von Quellen des Lebens zu Epizentren der Verwüstung zu machen.“ 

Er ging auch auf die Verhandlungen über das globale Plastikabkommenund warnte davor, dass es „ambitioniert, aber auch fair“ sein müsse, da es die unterschiedlichen Fähigkeiten der Entwicklungsländer anerkenne. 

Bezüglich des Übereinkommens über die biologische Vielfalt in Gebieten jenseits nationaler Hoheitsgewalt (BBNJ) forderte Präsident Abinader dessen rasche Umsetzung sowie eine internationale Finanzarchitektur, die einen gerechten Zugang zu Technologie und Ressourcen ermöglicht.

„Entwicklungsländer können keinen Schutz gewährleisten, wenn ihnen die Mittel zur Überwachung fehlen. Technologietransfer, wissenschaftliche Entwicklung und Innovation sind keine Gefälligkeiten, sondern gemeinsame Rechte, die so schnell wie möglich umgesetzt werden müssen“, betonte er. 

Ein Aufruf zum globalen Handeln

Zum Abschluss seiner Präsentation Präsident Abinader das Engagement der Dominikanischen Republik für das Ziel 14 für nachhaltige Entwicklung (Leben unter Wasser) und die Agenda 2030.

„Das Meer verbindet uns. Es verbindet uns in seiner Zerbrechlichkeit, aber auch in der Schönheit seiner Gewässer, in der Kraft seiner Strömungen, in der Erinnerung an seine Reisen. Lasst uns Geschichte schreiben, indem wir die Generation sind, die dafür sorgt, dass diese gesunde Beziehung zum Meer niemals endet. Die Zeit zum Handeln ist jetzt“, betonte er.

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