SANTO DOMINGO – Präsident Luis Abinader gab in einer offiziellen Erklärung bekannt, dass die Pomier-Höhlen in San Cristóbal ab August 2026 wieder für Besucher zugänglich sein werden. Dies markiert einen Meilenstein in der Wiederherstellung und Umgestaltung dieses symbolträchtigen Natur- und Kulturerbes. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen seiner Rede zur Lage der Nation vor der Nationalversammlung , in der er die bedeutenden Fortschritte bei der Restaurierung dieses einzigartigen Höhlensystems hervorhob.
Diese in der Provinz San Cristóbal gelegene Stätte zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der Dominikanischen Republik. Sie umfasst über 55 Höhlen und beherbergt Hunderte präkolumbischer Petroglyphen und Piktogramme, Zeugnisse des Erbes der indigenen Bevölkerung, die die Insel einst bewohnte. Dieses Erbe besitzt nicht nur historischen und kulturellen Wert, sondern birgt auch erhebliches Potenzial für Ökotourismus und lokale Investitionenund schafft somit Möglichkeiten für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Schutz und nachhaltige Entwicklung
Im Juli 2025 erließ Präsident Abinader das Dekret 403-25, das eine neue Phase im Schutz und der nachhaltigen Nutzung des anthropologischen Reservats Cuevas de Borbón, auch bekannt als Pomier-Höhlen, einleitete. Das Dekret schreibt die Koordinierung der Infrastruktur und der Dienstleistungen zur Erleichterung des öffentlichen Zugangs vor, wobei der Erhalt der natürlichen und kulturellen Merkmale des Gebiets.
Anschließend wurde die Verwaltungsstruktur durch das Dekret 457-25mit der Erweiterung der Präsidialkommission für die Pomier-Höhlen gestärkt. Sie umfasst nun eine neue Kommission, die für die Überwachung der Sanierung, Planung und Umsetzung nachhaltiger Tourismusprojekte zuständig ist und sicherstellt, dass wirtschaftliche Entwicklung und Denkmalschutz Hand in Hand gehen.
Tourismus, Investitionen und die lokale Gemeinschaft
Die Umgestaltung der Pomier-Höhlen birgt nicht nur historischen Wert, sondern auch direktes wirtschaftliches Potenzial. Die Anlage von Wanderwegen, Beschilderungen, Informationsbereichen und Ökotourismusangeboten wird nationale und internationale Besucher anziehen, den Kulturtourismus stärken und Arbeitsplätze sowie Investitionsmöglichkeiten in der Region schaffen.
Experten für Tourismusentwicklung sind überzeugt, dass die Integration von Umweltmanagement und privaten Investitionen entscheidend für die optimale Nutzung des Projekts ist. Das Besuchererlebnis, kombiniert mit dem Erhalt der Felszeichnungen und der umliegenden Artenvielfalt, könnte die Dominikanische Republik zu einem Vorreiter im archäologischen und Ökotourismus der Karibik.
Engagement für den Naturschutz
Das Projekt legt zudem Wert auf Umwelt- und Kulturbildungund fördert einen verantwortungsvollen Tourismus, der Besucher mit der präkolumbianischen Geschichte und der Bedeutung des Schutzes lokaler Ökosysteme verbindet. Die Koordination zwischen den Ministerien für Umwelt, Kultur und Tourismus sowie dem dominikanischen Wasserkraftunternehmen gewährleistet einen umfassenden Ansatz, bei dem Nachhaltigkeit und Kulturerbeschutz ebenso hohe Priorität genießen wie Infrastruktur und touristische Dienstleistungen.
Eine Zukunft, die der Öffentlichkeit offensteht
Mit dem Ziel, die Pomier-Höhlen bis August 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, verfolgt die Regierung einen sicheren und organisierten Ansatz. So soll ein Bildungs-, Kultur- und Tourismuserlebnis geschaffen werden, das die wirtschaftliche Entwicklung von San Cristóbal und der südlichen Region des Landes fördert. Diese Initiative spiegelt zudem ein Kulturerbemanagement-Modell wider, das Innovation, Investitionen und ökologische Verantwortung vereint und sicherstellt, dass dieses nationale Kulturgut von heutigen und zukünftigen Generationen genossen werden kann.
Die Wiedereröffnung der Pomier-Höhlen symbolisiert die Rückgewinnung eines unschätzbaren historischen Erbes und schafft gleichzeitig Möglichkeiten für nachhaltigen Tourismus, Investitionen und lokale Beschäftigung. Dadurch festigt die Dominikanische Republik ihren Ruf als Reiseziel, das kulturellen Reichtum, Natur und eine Vision nachhaltiger Entwicklung vereint.
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