SANTO DOMINGO –Die Senkung des Leitzinses durch die Zentralbank um 25 Basispunkte von 7,00 % auf 6,75 % jährlich spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiederbelebung privater Investitionen und bringt das Land auf einen Wachstumspfad, so dominikanische Wirtschaftsexperten.
Laut dem Ökonomen Rafael Espinal ist diese Maßnahme „gesund“, und er betonte, dass solche Maßnahmen darauf abzielen, die Binnennachfrage anzukurbeln, da es der Zentralbank gelungen sei, die Inflation unter Kontrolle zu bringen und die internationalen Reserven zu stärken, die derzeit 15 Milliarden Dollar übersteigen.
Im aktuellen Kontext ist die Entscheidung zweifellos ein guter Schritt zur Verbesserung des lokalen Geschäftsklimas, zur Senkung der Bankzinsen für Kredite und zur Reduzierung der Zinssätze für Staatsanleihen zur Finanzierung des öffentlichen Defizits, betonte der Wirtschaftswissenschaftler in einem Interview mit EL DÍA.
Darüber hinaus betonte er die Bedeutung des internationalen Umfelds, insbesondere im Hinblick auf die erwartete Lockerung der Zinssätze in den Vereinigten Staaten, die er als grundlegend für die Verhinderung von Kapitalflucht und gleichzeitig für die Gewinnung dominikanischer Sparer aus dem Ausland bezeichnete, die in der Dominikanischen Republik investieren wollen.
Der Ökonom Juan del Rosario wies seinerseits darauf hin, dass die Zentralbank zum ersten Mal seit anderthalb Jahren eine Geldpolitik verfolgt habe, die mit den Erwartungen des US-Finanzministeriums übereinstimmt, welches eine Senkung des Leitzinses zwischen September und Oktober erwartet.
„Mit dieser Senkung des Leitzinses soll das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden, das bis Ende dieses Jahres voraussichtlich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von rund 5 % verzeichnen wird“, betonte Del Rosario.
Der Ökonom hob hervor, dass zu den Auswirkungen der Maßnahme das Potenzial gehöre, den privaten Konsum zu steigern, wenn diese von einer aggressiven Kampagne privater Banken begleitet werde.
Kurzfristige Auswirkungen
Er fügte außerdem hinzu, dass diese Maßnahme auch einen Preiseffekt habe, der sich in einem Anstieg der Inflation niederschlagen könnte, stellte aber klar, dass dieser sehr moderat ausfallen und unterhalb der Grenzwerte liegen würde.
„Die Senkung des Leitzinses könnte den Wechselkurs des Dollars nach oben treiben, da der Wechselkurs ein Preisfaktor ist, der mit dem Dollar als Ware zusammenhängt. Eine erhöhte Verfügbarkeit dominikanischer Pesos in der Wirtschaft könnte die Nachfrage nach Dollar steigern, was den Kurs weiter nach oben treiben könnte“, betonte Del Rosario und hob hervor, dass der aktuelle Preis dieser Währung bei etwa 60 Pesos pro Dollar liegt.
Auswirkungen auf Banken:
Der Zinssatz der permanenten Liquiditätsausweitungsfazilität (1-Tages-Repos) sinkt von 7,50 % auf 7,25 % pro Jahr, während der Zinssatz für verzinste Einlagen (Übernachteinlagen) von 5,50 % auf 5,25 % pro Jahr reduziert wird.
Quelle: El Día




