Aufgrund eines Ausfalls der Pumpen des Abwassersystems sammelt sich Abwasser auf den Straßen an und gefährdet damit nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch den Ruf von Las Terrenas als internationales Touristenziel.
SANTO DOMINGO.- Der Zweig Samaná des dominikanischen Tourismuspresseverbandes (ADOMPRETUR) äußerte tiefe Besorgnis über die ernste Gesundheits- und Umweltkrise, mit der die Gemeinde Las Terrenas aufgrund des Zusammenbruchs des Abwassersystems konfrontiert ist, was sich direkt auf die Einwohner, die Besucher und das Image des Reiseziels auswirkt.
Der Generalsekretär von ADOMPRETUR Samaná, Pedro Javier Sánchez, appellierte dringend an das Nationale Institut für Trinkwasser und Abwasser (INAPA) und das Tourismusministerium, unverzüglich zu handeln und die fortschreitende Verschlechterung zu stoppen, die die öffentliche Gesundheit und die Entwicklung des lokalen Tourismus bedroht.
„Dies ist nicht nur ein technisches Problem. Wir stehen vor einer sozialen Krise, die die Lebensqualität hunderter Familien, Geschäftsleute und Beschäftigter im Tourismussektor beeinträchtigt. Aufgrund des Pumpenausfalls im Abwassersystem werden die Straßen mit Abwasser überflutet, was nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet, sondern auch den Ruf von Las Terrenas als internationales Reiseziel“, erklärte Sánchez.
Der Gewerkschaftsführer betonte, dass ADOMPRETUR als Organisation, die sich der nachhaltigen Entwicklung des dominikanischen Tourismus verschrieben hat, der Verschlechterung der Lage einer Gemeinde, die den wirtschaftlichen Motor der Provinz Samaná darstellt, nicht gleichgültig gegenüberstehen könne.
„Las Terrenas ist ein Symbol für Naturschönheit und Gastfreundschaft, leidet aber heute unter den Folgen mangelnder Instandhaltung und fehlender Investitionen in die grundlegende Infrastruktur. Es ist dringend geboten, dass die Behörden ihrer Verantwortung gerecht werden und echte und dauerhafte Lösungen für dieses Problem gewährleisten, das mittlerweile über Umweltbelange hinausgeht und eine Frage der Menschenwürde darstellt“, betonte er.
ADOMPRETUR Samaná bekräftigte seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den zuständigen Institutionen, warnte jedoch davor, dass die Situation nicht länger aufgeschoben werden könne, da die Unruhe unter den Einwohnern täglich zunehme und die Besorgnis des Tourismussektors hinsichtlich der Gesundheitsrisiken und des Verlusts der Attraktivität des Reiseziels wachse.
Kontext
Die aktuelle Abwasserkrise in Las Terrenas ist kein Einzelfall. Seit mehreren Jahren warnen verschiedene offizielle Stellen und Medien vor der fortschreitenden Verschlechterung der sanitären Infrastruktur in dieser Touristengemeinde in Samaná.
Bereits im Jahr 2020 räumte der Tourismusminister David Collado ein, dass in Samaná mehr als 1,5 Milliarden RD$ in Kläranlagen investiert worden seien, die nicht in Betrieb seien – eine Situation, die gravierende Mängel im Management und der Instandhaltung des Systems belege.
Der Gemeindeentwicklungsplan von Las Terrenas für die Jahre 2023-2027 dokumentiert auch die Anfälligkeit der Abwasserentsorgung und stellt fest, dass die begrenzte Abdeckung und die fehlende Verbindung zwischen dem Netz und der Kläranlage Verschmutzungsquellen und Risiken für die öffentliche Gesundheit darstellen.
Im Laufe des Jahres 2025 berichteten verschiedene lokale Medien über häufige Abwasserüberläufe in Straßen und Gewerbegebieten, die durch Ausfälle der Pumpen und der Kläranlage verursacht wurden. Anwohner und Geschäftsleute beklagten üble Gerüche, die Ansammlung von ungeklärtem Abwasser und die negativen Auswirkungen auf den Tourismus.
Zu dieser Situation kommt das rasante Städtewachstum und der unkontrollierte Immobilienboom hinzu, den die Gemeinde erlebt. Der Anstieg der Bautätigkeit übersteigt die Kapazität des bestehenden Gesundheitssystems – ein Ungleichgewicht, das zu häufigen Zusammenbrüchen geführt und ein technisches Problem in einen sozialen und ökologischen Konflikt großen Ausmaßes verwandelt hat.
ADOMPRETUR Samaná begründet die Forderung an die zuständigen Behörden nach einem dringenden und nachhaltigen Eingreifen in das Abwassersystem von Las Terrenas damit, dass die gegenwärtige Situation das Ergebnis jahrelanger institutioneller Vernachlässigung und mangelnder Planung sei.




