Die Zentralbank hebt Stabilität und Wachstum im Jahr 2026 hervor, doch das globale Umfeld übt weiterhin Druck auf die Baukosten aus
SANTO DOMINGO. – Die dominikanische Wirtschaft entwickelt sich im Jahr 2026 mit makroökonomischer Stabilität und einem robusten Devisenzufluss positiv, was sich jedoch nicht in niedrigeren Kosten für den Bausektor niederschlägt.
Während seiner Teilnahme an der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds gab der Gouverneur der Zentralbank der Dominikanischen Republik, Héctor Valdez Albizu, an, dass die Wirtschaft in diesem Jahr im Kontext einer allmählichen Erholung der Wirtschaftstätigkeit um 3,5 bis 4,0 Prozent wachsen werde.
Er wies außerdem darauf hin, dass die Deviseneinnahmen im Jahr 2025 47.291,5 Millionen US-Dollar erreichen würden, was auf Tourismus, Rücküberweisungen, Exporte und ausländische Investitionen zurückzuführen sei und zur relativen Stabilität des Wechselkurses beitrage.
Für Branchen wie das Baugewerbe ist diese Wechselkursstabilität aufgrund des hohen Importanteils ein relevanter Faktor. Das Kostenverhalten reagiert jedoch auch auf externe Faktoren.
Der Weltwirtschaftsausblick warnt davor, dass das internationale Umfeld weiterhin von Volatilität bei den Energiepreisen und Druck auf Rohstoffe geprägt sein wird, in einem Umfeld geopolitischer Spannungen und restriktiver Finanzbedingungen.
Diese Faktoren beeinflussen die Kosten für Material, Ausrüstung und Transport, die von den internationalen Märkten abhängen.
Die Zentralbank hob unterdessen hervor, dass die jährliche Inflation im März 2026 bei 4,63 % lag und damit im Zielbereich, was die Stabilität der inländischen Preise widerspiegelt.
In diesem Kontext entwickelt sich der Bausektor in einer Wirtschaft mit stabilen Fundamentaldaten, jedoch mit einer Kostenstruktur, die von externen Bedingungen beeinflusst wird, in einem Szenario, in dem das Wachstum über dem vom IWF prognostizierten regionalen Durchschnitt von 2,3 % bleibt.
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