SANTO DOMINGO – Die Möglichkeit einer direkten Stromverbindung zwischen der Dominikanischen Republik und Puerto Rico hat nach der formellen Vorstellung des sogenannten „Hostos-Projekts“ wieder an Dynamik gewonnen. Bei dieser Initiative soll die Verbindung der Energienetze beider Inseln durch ein Unterwasser-Stromübertragungskabel erfolgen.
Die Information wurde von der Generaldirektion für öffentlich-private Partnerschaften (DGAPP) veröffentlicht. Darin heißt es, dass der Vorschlag von der Caribbean Transmission Development Company (CTDC) entwickelt wird, einem Unternehmen, das sich auf Energieinfrastruktur in der Karibikregion konzentriert.
Das Projekt sieht die Installation einer Hochspannungs-Gleichstrom-Unterseeleitung (HGÜ) mit einer Kapazität von bis zu 700 Megawatt vor, die die Schaffung einer internationalen Energieverbindung zwischen der Dominikanischen Republik und Puerto Rico ermöglichen würde.
Laut den veröffentlichten Informationen wurde der Vorschlag der Puerto Rico Public-Private Partnerships Authority vorgelegt, nachdem mehrere Jahre lang technische, regulatorische und umweltbezogene Arbeiten vor Behörden beider Länder und Bundesbehörden der Vereinigten Staaten durchgeführt worden waren.
CTDC erklärte, dass die Initiative auch über die erforderliche bundesstaatliche Präsidentengenehmigung für den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung dieser Art von internationaler Energieinfrastruktur verfüge, ein Schritt, der im Rahmen des Regulierungsprozesses als entscheidend angesehen wird.
Das Unternehmen argumentiert, dass das Projekt darauf abzielt, den Zugang Puerto Ricos zu externen Energieressourcen zu erweitern, die Widerstandsfähigkeit seines Stromsystems zu stärken und dem Energienetz der Insel eine größere operative Flexibilität zu verleihen.
Laut DGAPP ist die Initiative auch Teil einer regionalen Vision, die darauf abzielt, die Energieinfrastruktur der Karibik zu modernisieren und eine stärkere Integration erneuerbarer und alternativer Stromerzeugungsquellen zu ermöglichen.
CTDC teilte mit, dass es auch weiterhin mit den zuständigen Behörden und Institutionen zusammenarbeiten wird, während der Bewertungsprozess des Vorschlags im Rahmen der in Puerto Rico geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen für öffentlich-private Partnerschaften voranschreitet.
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