Hausbauarchitektur:Architektentwirft umweltfreundliche, lehmbasierte Klimaanlagen, die nicht...

Ein Architekt entwirft eine umweltfreundliche Klimaanlage aus Lehm, die keinen Strom benötigt

Klimaanlagen sind zu einer der besten Möglichkeiten geworden, den stetig steigenden Sommertemperaturen zu trotzen. Angesichts der brütenden Hitze greifen viele Menschen auf diese Geräte zurück, um sich abzukühlen. Die Auswahl reicht von Modellen, die kein Außengerät benötigen und bis zu fünfmal weniger Strom verbrauchen, bis hin zu Geräten von Lidl, die keine Installation erfordern. Nun reiht sich eine geniale, 3D-gedruckte Erfindung in die Produktpalette ein: Sie kühlt Räume ganz ohne Strom.

Rameshwari Jonnalagedda, Absolventin der Architekturfakultät der Bartlett School of Architecture am University College London (UCL), hat TerraMound entworfen. Diese innovative, umweltfreundliche Klimaanlage basiert auf dem Design eines Termitenhügels, besteht vollständig aus Lehm, ist 3D-gedruckt und funktioniert ohne Strom. Ziel der Entwicklerin war es, das Design von Geräten, die derzeit zur Kühlung von Wohnungen und Büros eingesetzt werden, neu zu definieren. 

TerraMound wurde von der Studentin im Rahmen ihrer Masterarbeit im Fach Design entwickelt. „Mein Hauptziel war es, mit porösen Zellen mit minimalen Oberflächengeometrien zu experimentieren und das Potenzial von erhöhten Oberflächengeometrien zu erforschen. Diese Minimalflächen treiben Innovationen in verschiedenen Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Medizin und Materialwissenschaften voran“, erklärte Jonnalagedda im vergangenen März auf ihrem LinkedIn-Profil.

Es funktioniert ohne Strom

Klimaanlagen, die mit dem adiabatischen oder Verdunstungskühlprinzip arbeiten, sind nicht wirklich neu. Es gibt bereits andere Modelle, beispielsweise eines, das ein Haus mit minimalem Stromverbrauch um 4 Grad kühlt, oder ein anderes, das sogar 3D-gedruckt ist. Tatsächlich hat diese Technik eine lange Geschichte und stammt vermutlich aus dem alten Ägypten und Persien. Sie nutzt die natürliche Verdunstung von Wasser, um die Luft ohne Strom zu kühlen.

Im Fall von TerraMound untersuchte der Erfinder dieser genialen, umweltfreundlichen Klimaanlage die natürlichen Kühlmechanismen von Termitenhügeln. Dank ihrer porösen Struktur können diese ihre inneren Bereiche effektiv kühlen. Die Erfindung kombiniert Terrakotta-Ton mit dreifach periodischen Minimalflächengeometrien (TPMS) und bildet so die komplexen Strukturen der Natur nach. 

Rameshwari Jonnalagedda und die adiabatische Klimaanlage TerraMound. Rameshwari Jonnalagedda.

Jonnalagedda erklärt auf der Projektwebsite, dass seine Erfindung einem Tischlüfter ähnelt und sehr einfach funktioniert. Etwas Wasser wird von oben eingefüllt und sickert durch die große Oberfläche der Keramik. Durch die Nutzung der hygroskopischen Eigenschaften von Ton – der Fähigkeit mancher Stoffe oder Materialien, Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen – wird die Kühlung durch Verdunstung ermöglicht.

Quelle: https://www.elespanol.com/omicrono/

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