Er warnt davor, dass der Sektor der Technologie Vorrang vor der menschlichen Interaktion einräumt.
SANTO DOMINGO.-Die Immobilienberaterin Elizabeth Martínezrief die Makler der Branche dazu auf, ihre Strategien neu auszurichten und den menschlichen Aspekt in einem Markt wiederzuentdecken, der sich nach übermäßig digitalisiert habe.
Während seiner Teilnahme an der Sendung La Ventanades Mediennetzwerks El Inmobiliarioerklärte Martínez, dass viele Fachleute Arbeitsmodelle kopieren, ohne deren Effektivität zu hinterfragen, was zu einem Verlust an Authentizität und Differenzierung geführt habe.
Martínez erklärte, dass ein Teil der Branche in ein sich wiederholendes Muster: immer dieselben Fotos, dieselben Posen, dieselbe Werbung und dieselbe Vorgehensweise in den sozialen Medien. „Wir haben immer wieder den neuen Influencern unsere Produkte verkauft und dabei den Kern unserer Dienstleistung aus den Augen verloren“, bemerkte sie.
Laut dem Berater reduziert sich der Wettbewerb darauf, wer am meisten für digitale Werbung oder Trends folgt, ohne zu prüfen, ob diese Maßnahmen tatsächlich den Kunden erreichen.
Digitalisierung, ja, aber mit Menschlichkeit
Er räumte zwar den Wert der Technologie ein, warnte aber vor deren Missbrauch. „Sie setzen alles auf Klicks“, sagte er und deutete damit an, dass eine gute Website oder eine bezahlte Kampagne keine persönliche Beratung ersetzen können.
Er merkte an, dass es immer noch Kunden gebe, die direkte Anleitung benötigen, die es vorziehen, Informationen per E-Mail zu erhalten, oder die bei ihrem Kaufprozess eine schrittweise Unterstützung benötigen.
Martínez betonte, dass die Digitalisierung ein Werkzeug sein sollte, das die menschliche Interaktion ergänzt, nicht ersetzt. „Sie haben vergessen, den Service menschlicher zu gestalten“, sagte er.
Hören Sie genau hin, um die wahren Bedürfnisse zu verstehen
Die Expertin berichtete von einer Erfahrung, bei der sie einen sehbehinderten Klienten begleitete und ihm eine Wohnung detailliert beschreiben musste, damit er sie sich vorstellen konnte. „An diesem Tag verstand ich, dass es nicht um die Angabe der Quadratmeterzahl geht, sondern um die Beschreibung von Lebensgefühl, Atmosphäre und Raumaufteilung.“
Er wies darauf hin, dass viele Makler lediglich Zimmer und Quadratmeterzahl erwähnen, dabei aber wesentliche Faktoren wie Funktionalität, natürliches Licht, tatsächliche Geräumigkeit oder das Raumerlebnis außer Acht lassen.
„Manchmal kommt es nicht auf die Quadratmeterzahl an, sondern auf die Aufteilung. Es gibt 150 Quadratmeter große Wohnungen, die wie 200 Quadratmeter aussehen, und andere mit 200 Quadratmetern, die wie 70 Quadratmeter wirken“, betonte er.
Eine Botschaft für neue Frauen in der Branche
Martínez widmete einen besonderen Raum jungen Frauen, die am Anfang ihrer Karriere im Immobiliensektor stehen, und lud sie ein, sowohl ihre Fachkenntnisse als auch ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.
Er hob die Bedeutung von Kommunikation, Nähe, öffentlichem Reden, Theater und Coaching als Instrumente hervor, um den Klienten besser zu verstehen und einen menschlicheren und effektiveren Service zu bieten.
„Je mehr man weiß, desto mehr merkt man, was man nicht weiß“, sagte er und deutete damit an, dass Lernen ein ständiger Prozess sein und sich darauf konzentrieren sollte, den Menschen hinter jeder Transaktion zu verstehen.
Zurück zum Kern des Geschäfts: dem Kunden
Martínez schloss mit der Feststellung, dass berufliches Wachstum erst dann eintreten wird, wenn Makler ihre Hauptaufgabe wiederentdecken: den Kunden zuzuhören, ihn zu verstehen und ihn auf Grundlage seiner tatsächlichen Bedürfnisse zu unterstützen, nicht aufgrund des Drucks digitaler Trends. „Einwände sind menschlich, deshalb müssen wir lernen, mit Menschen umzugehen“, sagte er.
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