CNN Welt
Die Vereinigten Staaten haben drei wichtige Atomanlagen im Iran angegriffen, verkündete Präsident Donald Trump am Samstagabend in der Sendung „Truth Social“. Es handelt sich um Fordow, Isfahan und Natanz, die das Zentrum des iranischen Atomprogramms bilden.
Folgendes ist uns über die drei Einrichtungen bekannt:
Natanz: Der rund 250 Kilometer südlich von Teheran gelegene Nuklearkomplex gilt als Irans größte Urananreicherungsanlage.
Analysten weisen darauf hin, dass es zur Entwicklung und Montage von Zentrifugen für die Urananreicherung verwendet wird, einer Schlüsseltechnologie zur Umwandlung von Uran in Kernbrennstoff.
Laut der Nuclear Threat Initiative (NTI) verfügt Natanz über sechs oberirdische Gebäude und drei unterirdische Anlagen, von denen zwei 50.000 Zentrifugen aufnehmen können.
Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) reicherte der Iran in seiner oberirdischen Pilotanlage zur Urananreicherung Uran auf einen Reinheitsgrad von 60 % an. Waffenfähiges Uran wird auf 90 % angereichert.
Fordow: Über die Größe und genaue Beschaffenheit dieser Anlage, die sich in der Nähe der heiligen Stadt Qom tief in einem Gebirge befindet, ist noch vieles unbekannt. Die meisten Erkenntnisse stammen aus iranischen Dokumenten, die vor Jahren vom israelischen Geheimdienst gestohlen wurden.
Die Haupthallen befinden sich schätzungsweise 80 bis 90 Meter unter der Erde. Laut israelischen Beamten und unabhängigen Berichten sind die USA das einzige Land, das über Bomben verfügt, die diese Tiefe erreichen können.
Jüngste Berichte der IAEA deuten darauf hin, dass der Iran die Produktion von auf 60 % angereichertem Uran in Fordow erhöht hat. Die Anlage verfügt laut Experten und der IAEA nun über 2.700 Zentrifugen.
Isfahan: Isfahan im Zentrum Irans beherbergt den größten Nuklearforschungskomplex des Landes.
Die Anlage wurde laut NTI mit chinesischer Unterstützung errichtet und 1984 eröffnet. NTI berichtet, dass 3.000 Wissenschaftler in Isfahan arbeiten und dass der Standort „im Verdacht steht, das Zentrum“ des iranischen Atomprogramms zu sein.
Laut NTI betreibt das Unternehmen „drei kleine Forschungsreaktoren, die von China geliefert wurden“, sowie „eine Konversionsanlage, eine Brennstoffproduktionsanlage, eine Zirkonium-Hüllrohranlage und weitere Anlagen und Labore“.




