Wenige Tage vor Beginn der 55. Generalversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS)in Antigua und Barbuda die Vereinigten Staaten die lateinamerikanischen Länder auf, ihre Position zum Iran. Diese Aufforderung erfolgte inmitten der Spannungen nach den jüngsten US-Bombenangriffen auf iranische Atomanlagen.
Der Sprecher des US-Außenministeriums bezeichnete das regionale Treffen als Gelegenheit für die Regierungen, sich, und betonte, dass die Unterstützung des iranischen Regimes einer Unterstützung eines staatlichen Förderers des Terrorismus gleichkomme. Die Militäroffensive hat in der Region unterschiedliche Meinungen hervorgerufen.
Welche Positionen haben die lateinamerikanischen Länder zum jüngsten US-Angriff auf den Iran eingenommen?
Der US-Angriff löste in Lateinamerika Reaktionen aus. Argentinien bekundete seine Unterstützung für die Militäroperation und schloss sich damit der Position der Trump-Regierung zur Verteidigung der internationalen Sicherheit an. Brasilien, Chile und Kolumbien hingegen verurteilten den Einsatz von Gewalt und werteten den Angriff als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Die Regierungen Kubas und Venezuelas ihrerseits sprachen sich für Iran aus und bezeichneten das Vorgehen der USA als ungerechtfertigte Aggression. Beide Länder bekräftigten ihre antiamerikanische Rhetorik und verteidigten Irans Recht, auf äußere Bedrohungen zu reagieren.
Welche Rolle erwarten die Vereinigten Staaten bei der nächsten Generalversammlung der OAS im Hinblick auf den Konflikt mit dem Iran zu spielen?
Die Beamtin des US-Außenministeriums ging davon aus, dass die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten während der Generalversammlung zur Sprache kommen könnten. Obwohl sie sich nicht dazu äußerte, ob sie sich für eine Resolution einsetzen würde, betonte sie, dass jedes Land eine klare Entscheidung hinsichtlich seiner Unterstützung oder Ablehnung des Irans treffen müsse.
Quelle: La República.




