SANTO DOMINGO.- Der Bankenverband der Dominikanischen Republik (ABA) fördert hohe Standards in der Cybersicherheit im Finanzsektor durch Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, die Anpassung von Risikomanagementplänen und erhebliche Investitionen in Technologie im Bankensektor.
Die ABA erklärte, dass sich die Branche der Herausforderungen bewusst sei, die das digitale Umfeld mit sich bringe, und zwar nicht nur für den Bankensektor, sondern für den gesamten produktiven Sektor, wie eine 2023 von dem Technologieunternehmen Sophos durchgeführte Umfrage unter 3.000 Cybersicherheitsexperten aus 14 Ländern ergab.
Die Studie stellte fest, dass 94 % der befragten Organisationen, unabhängig von Größe oder Einkommen, im letzten Jahr irgendeine Art von Angriff erlitten haben. Außerdem berichtete der Verband von einer Zunahme der Aktivitäten von Cyberkriminellen, die eine breite Palette ausgeklügelter Angriffe durchführen können, was finanzielle, operative und ressourcenbezogene Konsequenzen für die betroffenen Organisationen nach sich zieht.
Einige Schritte zur Bewältigung des Risikos von Cyberangriffen
Über ihre Plattform Yo Navego Seguro (www.yonavegoseguro.com.do) hob der Bankenverband Aspekte hervor, die zu berücksichtigen sind, um Datendiebstahl, Cybererpressung und andere Cyberkriminalität zu vermeiden, die Unternehmen, Betriebe und andere Arten von Organisationen betreffen können. Dabei betonte er unter anderem ein angemessenes Risikomanagement im Bereich der Cybersicherheit, das eine schnelle und angemessene Reaktion auf Vorfälle ermöglicht.
Als grundlegende Schritte empfiehlt es, die Informationssystemressourcen zu identifizieren, also alle Ressourcen, die es den verschiedenen Prozessen des Unternehmens ermöglichen, ordnungsgemäß zu funktionieren, und anschließend die Bedrohungen zu ermitteln, denen sie ausgesetzt sind, also welche möglichen ungünstigen Umstände zu einer Fehlfunktion oder einem Wertverlust führen könnten.
Ebenso müssen die Schwachstellen der Vermögenswerte spezifiziert und die vom Unternehmen angewandten Sicherheitsmaßnahmen überprüft werden, um die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Bedrohung und die daraus resultierenden Konsequenzen für das Unternehmen abzuschätzen.
Er riet dazu, dass die Organisation nach der Ermittlung des Risikoniveaus des Anlagenbestands festlegen sollte, welche Maßnahmen sie zu ergreifen bereit ist, sei es durch firmeneigene Ressourcen oder durch solche, die von Dritten verwaltet werden.
Im Hinblick auf dieses Risikomanagement empfiehlt Sophos Unternehmen, einen positiven Kreislauf zu schaffen, der Technologie und menschliches Fachwissen kombiniert, um die Cybersicherheitsabwehr zu stärken und so die Geschwindigkeit, Effektivität und Wirkung der Reaktion zu erhöhen.
Zusätzlich zu diesen Vorschlägen betonte die ABA, dass Schulungen und Sensibilisierung aller Mitarbeiter im Bereich Cybersicherheit unerlässlich seien, um jegliche Risiken im Zusammenhang mit Menschen zu vermeiden, die die Sicherheit der technologischen Systeme und damit den Betrieb des Unternehmens gefährden könnten.




