SANTO DOMINGO. – Der Währungsrat genehmigte die Umverteilung von 21.424,4 Millionen RD$ in den Bausektor, dessen Aktivitäten einen großen Einfluss auf die nationale Wirtschaft haben und von einem turbulenten internationalen Umfeld und dessen Auswirkungen auf die Marktzinsen betroffen waren. Im Zeitraum Januar bis November 2022 verzeichnete der Sektor ein reales Wachstum von lediglich 0,6 % gegenüber dem Vorjahr.
Dies berichtete die Zentralbank der Dominikanischen Republik (BCRD) und erklärte, Ziel der Maßnahme sei es, die Wirtschaftsakteure und die Öffentlichkeit angemessen zu informieren.
(Es geht um die vom Währungsrat (JM) am 12. Januar 2022 beschlossene Maßnahme zur Verwendung gesetzlicher Reservemittel für die Vergabe von Darlehen für den Bau und Erwerb von Sozialwohnungen (die sich derzeit auf bis zu 4,5 Millionen RD$ belaufen), erklärte die Zentralbank in einer Pressemitteilung.
Wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass Ende 2022 rund 21 Milliarden RD$ an die Zentralbank zurückgezahlt wurden. Dies entspricht einem im Jahr 2017 durchgeführten Verfahren zur Freigabe gesetzlicher Reserven zur Finanzierung produktiver Aktivitäten.
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren sieht der vom Währungsrat genehmigte Beschluss vor, dass die freigegebenen Mittel zu 80,0 % für den Erwerb von Sozialwohnungen und zu 20,0 % für Zwischenkredite zu deren Bau verwendet werden.
Finanzinstitute müssen diese Kredite zu einem Zinssatz von höchstens 9,0 % pro Jahr vergeben, mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren für den Erwerb von Wohneigentum und zwei Jahren für den Bau (Zwischenfinanzierung).
Mit dieser operativen Entscheidung würde der effektive Mindestreservesatz der Zentralbank auf dem Niveau vor dem Auslaufen der im Jahr 2017 beschlossenen Maßnahme verbleiben.
Diese Maßnahme ändert nichts an der derzeitigen restriktiven Geldpolitik, da der Mindestreservesatz für die verschiedenen Finanzintermediationsinstitute unverändert bleibt, so die Zentralbank.
„Diese restriktive Haltung spiegelt sich im Verhalten der Geldmengenaggregate wider, deren Wachstum sich deutlich unter das Wachstum des nominalen Bruttoinlandsprodukts verlangsamt hat, im Einklang mit den Vorgaben des geldpolitischen Programms der Zentralbank. So ging beispielsweise das Wachstum der Geldmenge (M1) zum Jahresende zurück und lag bei 10,2 %, während die Geldmenge M2 nur um 6,8 % und die Geldmenge im weiteren Sinne (M3) im Jahresvergleich um 5,4 % zunahm.“.




