SANTO DOMINGO.- Der venezolanische Geschäftsmann Mariano Briceño, Gründer der Grupo Bricket, bezeichnete die Erdbeben, die sich am Mittwoch, dem 24., in Venezuela ereigneten, als eine „Naturkatastrophe von gigantischen Ausmaßen“ und versicherte, dass es sich laut seismotektonischer Analyse des USGS um das stärkste seismische Ereignis handele, das in den letzten 126 Jahren im Land registriert wurde.
Laut dem von dem Geschäftsmann zitierten Bericht ist das Phänomen vergleichbar mit dem Erdbeben der Stärke 7,7, das sich im Oktober 1900 in der Karibik ereignete.
Zwei aufeinanderfolgende Erdbeben
Briceño wies darauf hin, dass eine Besonderheit des Ereignisses das Auftreten zweier Erdbeben nacheinander war, was er bei dieser Art von Phänomen als ungewöhnlich betrachtete.
„Dadurch dauerte es sehr lange und das wirkte sich natürlich auch auf die Gebäude aus, insbesondere auf die alteingesessenen Gebäude, die vor langer Zeit errichtet wurden“, erklärte er.
Er wies darauf hin, dass die ältesten Bauwerke am stärksten betroffen seien, insbesondere in Caracas und an der Küste von Caracas.
Auswirkungen auf alte Gebäude
Der Geschäftsmann erklärte, dass die ältesten Gebäude am anfälligsten für die Intensität der seismischen Erschütterungen seien.
„Leider ereignete es sich im Raum Caracas und im Küstenbereich von Caracas“, sagte er und bezog sich dabei auf die am stärksten betroffenen Gebiete.
Ingenieurwesen und Bauwesen in Venezuela
Briceño hob hervor, dass Venezuela über ein Ingenieur- und Bauwesen verfüge, das er als hochbegabt bezeichnete.
„In Venezuela gibt es eine ganze Reihe erstklassiger erdbebensicherer Bauwerke. Die venezolanische Bau- und Ingenieurskunst ist mit den besten der Welt vergleichbar“, erklärte er.
Er fügte hinzu, dass dies sowohl bei Immobilienprojekten als auch bei bestehenden Wohn-, Industrie-, Tourismus- und Infrastrukturbauten im Land deutlich werde.
Technische und regulatorische Schulung
Der Geschäftsmann hob die Rolle der Universitäten und Ausbildungszentren bei der Ausbildung von Ingenieuren im Land hervor.
„Die venezolanische Ingenieurskunst ist erstklassig, und selbst Schulen und Universitäten dienen als Institutionen, in denen Menschen ein Studium absolvieren und sich beruflich weiterentwickeln können“, sagte er.
Er erwähnte auch die Existenz erdbebensicherer technischer Normen wie COVENIN 1756, die im Laufe der Zeit auf der Grundlage historischer seismischer Ereignisse aktualisiert wurden.
Naturphänomene und Grenzen
Briceño wies darauf hin, dass Naturphänomene nicht immer erkannt oder hinsichtlich ihrer Schäden genau gemessen werden können.
„Wie in vielen Teilen der Welt lassen sich nicht alle Naturphänomene rechtzeitig erkennen, und selbst wenn sie erkannt werden, können wir das Ausmaß des Schadens, den sie anrichten können, nicht abschätzen“, schloss er.
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