Die vom Avalon Investment Research Center erstellte Analyse des globalen Immobiliensektors für das Jahr 2023 weist unter den Spezialisten zwei klar definierte Trends auf, die nach ihrer Ansicht die Zukunft des globalen Immobilienmarktes im Jahr 2023 prägen könnten.
Einige glauben, dass eine Immobilienkrise ähnlich der von 2008 eintreten könnte, während andere davon ausgehen, dass die Welt eine Rezession erleben wird.
Letztere wird bei der Eindämmung der Inflation eine notwendige Rolle spielen, da der Markt die Wirtschaft durch seinen Bedarf an Rohstoffen und Arbeitskräften stark ankurbelt.
Letztendlich hängt die Entwicklung des Immobilienmarktes maßgeblich von der Dauer des Zinserhöhungszyklus ab. Positiv ist, dass niedrigere Preise den Hauskauf für Erstkäufer erschwinglicher machen würden, doch die Rückzahlung der Hypothek könnte aufgrund steigender Zinsen genauso schwierig werden.
der Preistrend
Die Immobilienpreise steigen in einigen Ländern weiter, fallen aber in anderen (unabhängig davon, ob es sich um eine Blase oder einen Zusammenbruch handelt). Der Bericht zeigt, dass die Verkäufe von Neu- und Gebrauchtimmobilien in den USA und weltweit aufgrund des starken Anstiegs der Hypothekenzinsen seit Januar stark zurückgegangen sind.
Die Niedrigzinsen der letzten zehn Jahre haben einen Boom bei den Immobilienpreisen ausgelöst. Dies zeigte, dass Immobilien bereits Anfang des Jahres für viele Käufer unerschwinglich geworden waren. Jetzt, da sich die Hypothekenzinsen fast verdoppelt haben, ist der Hauskauf für viele noch unerreichbarer geworden.
Laut Daten vom Mai stiegen die US-Hauspreise im Jahresvergleich um 19,7 %, nach einem Anstieg von 20,6 % im April. Dies spiegelt jedoch die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt nicht realistisch wider.
Immobilien sind im Gegensatz zum Aktienmarkt relativ illiquide, und es dauert eine Weile, bis ein Abschwung zu niedrigeren Immobilienpreisen führt, so die Publikation idealista.com.
Wenn Käufer beschließen, in ihren Häusern zu bleiben, sinken die Preise nicht sofort. Stattdessen verlangsamt sich das Geschäft und die Anzahl der Transaktionen nimmt ab, wie bereits beobachtet wurde. In dem Versuch zu verkaufen, senken Immobilieneigentümer dann nach einigen Monaten ihre Angebotspreise: ein weiteres Phänomen, das bereits weltweit zu beobachten ist.
Doch Häuser verkaufen sich nicht, weil die Käufer fernbleiben; tatsächlich können viele Verkäufer ihre Häuser vom Markt nehmen, wenn sie es nicht eilig haben. Das führt zu einem geringeren Angebot an Häusern und somit zu weniger Transaktionen.
Die Immobilienpreise brechen jedoch ein, wenn Schnäppchenverkäufer gezwungen sind, ihre Immobilien zu verkaufen, weil sie sich keine Hypotheken mehr leisten können oder aus anderen wirtschaftlichen Gründen. Je länger die Rezession oder der Zyklus steigender Zinsen andauert, desto wahrscheinlicher ist dies.
Quelle: Immobiliendaten




