Startseite >Immobilienmarkt> Können sich Vermieter und Mieter auf die Ansiedlung von Kleinunternehmen einigen?

Können Vermieter und Mieter vereinbaren, kleine Gewerbebetriebe im hinteren Bereich von Mietwohnungen anzusiedeln?

SANTO DOMINGO.– In einem Land, in dem oft informelle Strukturen die Regeln bestimmen, stellt das kürzlich verabschiedete Gesetz über Immobilienvermietung und Zwangsräumungen einige Herausforderungen dar.

Als Beispiel sei der Fall einer "Salonbesitzerin" aus der unteren Mittelschicht genannt, die sich ein paar Dollar dazuverdienen möchte, indem sie in einem unauffälligen Bereich ihres Mietshauses Maniküre, Haarschnitt und Haarwäsche anbietet, ohne dafür nach außen Werbung zu machen.

Der Erfolg des „Salons“ verbreitet sich durch Mundpropaganda unter Nachbarn, Freunden und Familie in der Nachbarschaft, da die Preise der Dienstleistungen für eine einkommensschwache Kundschaft erschwinglicher sind.  

Falls ja, muss der Salonbesitzer den Hausbesitzer vorab über die Entscheidung informieren, ein Gewerbe auf dessen Grundstück zu eröffnen, oder kann er dies ohne Zustimmung tun? Schauen wir uns an, was die neue Verordnung besagt:

Das neue Mietgesetz, das kürzlich vom Nationalkongress verabschiedet wurde, legt in Kapitel II, Artikel 4 Folgendes fest: „Die Bestimmung oder Nutzung des zu vermietenden Objekts erfolgt zu Wohn-, Gewerbe- oder gemeinnützigen Zwecken und wird im Mietvertrag festgehalten.“.

Absatz 1 lautet: „Mangels einer ausdrücklichen Bestimmung im Vertrag bleibt der Zweck der Sache derselbe wie der, dem sie zuvor gedient hat, oder der ihr nach ihrer Natur entspricht.“.

Im Folgenden heißt es in Absatz 11: „Eine Nutzungsänderung des Grundstücks, die der Eigentümer
nicht ausdrücklich genehmigt hat, berechtigt ihn, auch wenn ihr dadurch kein Schaden entsteht, zur Kündigung des Vertrags.“

Die Frage ist, ob der Kleinstunternehmer mit dem Hausbesitzer die Einrichtung des Geschäfts vereinbart. Angesichts des hohen Anteils informeller Beschäftigung im Land und der Missachtung von Vereinbarungen bei jeglicher regulierter Geschäftstätigkeit ist es wahrscheinlich, dass der Hausbesitzer keine Ahnung hat, dass in seinem Hinterzimmer Haare gefärbt und Nägel gemacht werden.

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José Arias
José Arias
Journalist und Schriftsteller. Autor von Marginalia. Gründer der Rubrik „Kulturelles Gerüst“ der Zeitung El Inmobiliario
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