In der Präfektur Kumamoto herrscht weiterhin Notlage. Tausende von Rettungskräften arbeiten gegen die Zeit, da Nachbeben die Gefahr weiterer Einstürze aufrechterhalten
SANTO DOMINGO.– Japan kämpft weiterhin mit den Folgen des Erdbebens der Stärke 7,1, das am Mittwoch die Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu erschütterte. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 18, Dutzende werden noch vermisst, und Rettungsteams setzen die intensive Suche in den Trümmern der eingestürzten Gebäude fort, wie die Nachrichtenagentur EFE und die spanische Zeitung El Mundo.
Laut EFE bestätigte die japanische Regierung, dass die Zahl der Todesopfer gestiegen ist, nachdem in der gesamten Präfektur weitere Leichen gefunden wurden, unter anderem beim Einsturz eines Industrieschornsteins in der Stadt Yatsushiro. El Mundo berichtete derweil von einer weiteren komplexen Rettungsaktion in einem Aeon-Einkaufszentrum, wo eine Explosion kurz nach dem Erdbeben die Gebäudeschäden verschlimmerte und mehrere Menschen verschüttete.
Die japanische Premierministerin Sanae Takaichiversicherte der Öffentlichkeit, die Regierung habe alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert, um die Rettungsmaßnahmen zu beschleunigen. Laut CNN-mehr als 4.600 Angehörige der Selbstverteidigungskräfte, rund 2.000 Polizisten und etwa 1.400 Feuerwehrleute an den Einsätzen beteiligt, die unter hohen Temperaturen und der ständigen Gefahr weiterer Einstürze andauern.
Die Nachbeben halten die Alarmbereitschaft aufrecht
Der Notstand endete nicht mit dem Hauptbeben. Laut der japanischen Wetterbehörde (JMA) wurden seit Dienstag Dutzende Nachbeben registriert, und am Mittwoch erschütterte ein weiteres Erdbeben der Stärke 5,8 Kumamoto. Die Behörden halten daher an ihrer Warnung vor weiteren Erdbeben ähnlicher Intensität in den kommenden Tagen fest.
Die Behörden überwachen auch mögliche Erdrutsche aufgrund der geringen Tiefe des Epizentrums, eine Situation, die den Zugang der Rettungskräfte zu den am stärksten betroffenen Gebieten zusätzlich erschwert.
Tausende bleiben weiterhin außerhalb ihrer Häuser
Laut EFEimmer rund 8.900 Menschen in Evakuierungshaft, während Zehntausende Haushalte weiterhin von Strom- und Wasserausfällen betroffen sind. Zudem wurden mehrere Straßen, Bahnstrecken und der Flugverkehr eingestellt, um Sicherheitsinspektionen der Infrastruktur durchzuführen.
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