SANTO DOMINGO.– Die Zentralbank der Dominikanischen Republik (BCRD) gab gestern, Dienstag, bekannt, dass sie ihren geldpolitischen Leitzins bei 5,25 % sowie den Liquiditätsausweitungssatz (1-Tages-Repos) bei 5,75 % und den verzinsten Einlagensatz (Übernachteinlagen) bei 4,50 % beibehält.
In einer Stellungnahme erklärte die Agentur, dass sie bei der Beibehaltung der unveränderten Spanne die allmähliche Erholung der Wirtschaftstätigkeit im ersten Quartal berücksichtigt habe, da die Inflationserwartungen weiterhin am Zielwert verankert seien.
Er bekräftigte, dass sich die Inflation im Jahresvergleich im Februar auf 4,67 % abgeschwächt habe und damit im Zielbereich von 4,0 % ± 1,0 % bleibe, da sich die Nahrungsmittelversorgung nach den Wetterereignissen Ende letzten Jahres normalisiert habe.
Die Kerninflation liegt weiterhin im Zielbereich und beträgt im Jahresvergleich 4,76 %.
Die dominikanische Zentralbank merkte jedoch an, dass die Entwicklung des bewaffneten Konflikts im Nahen Osten einen negativen Angebotsschock darstellt, da sie die Preise für importierte Rohstoffe und strategische Vorleistungen für die nationale Produktion erhöht und gleichzeitig die Kosten für den Seetransport von Gütern steigert.
Als Reaktion auf diese Situation kündigte die Regierung, so heißt es in dem Dokument weiter, einen Plan zur Abmilderung der Auswirkungen auf die dominikanische Wirtschaft an. Dieser sieht Teilsubventionen für Treibstoffe und andere Produkte sowie Sozialhilfe für die gefährdete Bevölkerung vor, während die Durchführung der Investitionsausgaben aufrechterhalten wird.
Inflations- und Angebotsschock
In diesem Zusammenhang deutete das Prognosesystem der Zentralbank darauf hin, dass die jährliche Inflation kurzfristig weiterhin von Angebotsschocks beeinflusst werden würde, unter Berücksichtigung der Auswirkungen höherer Öl- und Derivatepreise.
„Es ist wichtig zu beachten, dass die Prognose mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet ist und Risiken birgt, die mit der Dauer und dem Ausmaß des Konflikts im Nahen Osten zusammenhängen“, heißt es in dem Bericht weiter.
Die Währungsaufsichtsbehörde der Dominikanischen Republik erklärte, dass sie angesichts dieser sich verändernden Rahmenbedingungen die Entwicklung der internationalen Lage weiterhin beobachten werde, um gegebenenfalls die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, die zur Erreichung des Inflationsziels beitragen.
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