SANTO DOMINGO.- Das Nationale Amt für seismische Bewertung und Vulnerabilität von Infrastruktur und Gebäuden (Onesvie) berichtete, dass es nach einem Erdrutsch, der zum Einsturz einer Stützmauer in der Gemeinde Arroyo Hondo in der Gemeinde Santiago de los Caballeros geführt hatte, eine technische Nachuntersuchung durchgeführt hat.
Das Team, das zum Einsatzort reiste, wurde von Ingenieur Galvy Núñez, dem Leiter der Norddelegation der Institution, sowie einer Gruppe von Spezialisten für Struktur- und Geotechnikbewertung angeführt, die eine detaillierte Untersuchung durchführten, um den aktuellen Zustand des betroffenen Geländes zu ermitteln.
Bei der Inspektion beobachteten die Techniker die Merkmale des Erdrutsches sowie den Zustand des Bodens, nahegelegene Bauwerke und Faktoren, die zum Verlust der Stabilität des Geländes beigetragen haben könnten, mit dem Ziel, eine vorläufige Diagnose der Situation zu erstellen.
Onesvie teilte mit, dass als Ergebnis dieser Untersuchung ein technischer Bericht erstellt wird, in dem die möglichen Ursachen des Einsturzes erläutert und erste Empfehlungen zur Minderung der Risiken und zur Verhinderung künftiger Vorfälle im betroffenen Gebiet formuliert werden.
Nach ersten Erkenntnissen wurde das Ereignis durch Aushub- und Erdbewegungsarbeiten eines Grundstücksbesitzers in Verbindung mit den in den letzten Stunden niedergegangenen starken Regenfällen verursacht, die zur Sättigung des Bodens und dem darauffolgenden Erdrutsch beigetragen haben dürften.
Die Institution erklärte, dass solche Eingriffe, wenn ihnen vorherige technische Studien oder eine angemessene Überwachung fehlen, die Stabilität des Geländes erheblich verändern und die Wahrscheinlichkeit von Strukturversagen wie dem in diesem Fall aufgetretenen erhöhen können.
Ebenso bekräftigte Onesvie den Appell an Bürger und Bauherren, die geltenden städtischen Vorschriften zu beachten und geotechnische Untersuchungen durchzuführen, bevor sie Arbeiten in Gebieten mit instabilen Bodenverhältnissen aufnehmen, um Menschenleben und Eigentum zu schützen.
Erdrutsche entstehen in der Regel dann, wenn der Boden seine Kohäsion und Stabilität verliert, entweder aufgrund von Wassersättigung durch starke Regenfälle oder durch menschliche Eingriffe, die seine natürliche Struktur verändern. Daher sind Prävention und eine sorgfältige Planung unerlässlich, um dieses Risiko zu verringern.
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