SANTO DOMINGO – In einer Welt mit fast 180 anerkannten Währungen haben nicht alle die gleiche Bedeutung. Manche überschreiten Grenzen, treiben den internationalen Handel an und werden zum Maßstab für Regierungen, Unternehmen und sogar Reisende. Jenseits ihres Nennwerts erzählen diese Währungen Geschichten von Wirtschaftskraft, Stabilität und globaler Reichweite.
Laut Daten des Unternehmens Wise sowie einer von der IG Group veröffentlichten Devisenmarktanalyse handelt es sich hierbei um fünf der weltweit am häufigsten verwendeten Währungen und die Gründe für ihre Bedeutung.
1. US-Dollar (USD)
Der Dollar ist nicht nur eine Währung, sondern ein globaler Standard. Seit seinen Ursprüngen im 18. Jahrhundert, beeinflusst vom spanischen Acht-Real-Stück, hat er sich zur am weitesten verbreiteten Währung im internationalen Zahlungsverkehr entwickelt.
Seine Vormachtstellung ist kein Zufall. Es repräsentiert das größte tägliche Transaktionsvolumen am Devisenmarkt und ist zudem die wichtigste Reservewährung der Welt. Das bedeutet, dass Zentralbanken rund um den Globus es als wirtschaftliche Absicherung halten.
Es dient auch als Richtwert für den Preis von Rohstoffen wie Öl oder Gold, was seinen Einfluss auf die Weltwirtschaft verstärkt.
2. Euro (EUR)
Der Euro entstand als ehrgeiziges Projekt: die wirtschaftliche Vereinigung Europas. Heute ist er die offizielle Währung vieler Länder der Eurozone und die zweithäufigst verwendete Währung der Welt.
Seine Stärke liegt in der kollektiven Wirtschaftskraft der Länder, die es nutzen. Laut Wise ermöglichte seine Schaffung den Abbau interner Handelshemmnisse und die Erleichterung von Transaktionen zwischen europäischen Nationen.
Darüber hinaus ist sie die zweitwichtigste Reservewährung, was das internationale Vertrauen in ihre Stabilität unterstreicht.
3. Japanischer Yen (JPY)
Der Yen ist eine der wichtigsten Währungen Asiens und spielt eine Schlüsselrolle im internationalen Handel. Seine Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück; inspiriert von westlichen Modellen, sollte er die japanische Wirtschaft modernisieren.
Der japanische Dollar zählt zu den meistgehandelten Währungen der Welt, vor allem dank der Stärke des japanischen Fertigungssektors. Automobile, Technologie und Maschinenbau sorgen dafür, dass die Nachfrage nach dem Dollar eng mit dem Welthandel verknüpft ist.
Interessanterweise werden in Japan große Summen nicht in Tausend, sondern in Zehntausend ausgedrückt, was auf eine andere Währungsstruktur als die westliche hinweist.
4. Britisches Pfund (GBP)
Das Pfund Sterling, eine der ältesten noch im Umlauf befindlichen Währungen, ist ein Symbol für Stabilität und wirtschaftliches Erbe. Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, als es dem Gewicht eines Pfundes Silber entsprach.
Trotz politischer und wirtschaftlicher Veränderungen, wie beispielsweise dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, bleibt sie eine der weltweit meistgehandelten Währungen.
Die Daten von IG deuten darauf hin, dass es sich weiterhin um eine wichtige Reservewährung handelt, die durch die Stärke des britischen Finanzsystems gestützt wird.
5. Schweizer Franken (CHF)
Der Schweizer Franken ist zwar nicht immer die bekannteste Währung, aber eine der zuverlässigsten. Er gilt als „sicherer Hafen“, weshalb Anleger in wirtschaftlichen Krisenzeiten gerne auf ihn zurückgreifen.
Wise hebt hervor, dass die Stabilität der Schweizer Währung auf einer soliden Geldpolitik und dem guten Ruf des Schweizer Finanzsystems beruht. Daher ist ihre strategische Bedeutung enorm, obwohl ihr Umlaufvolumen geringer ist als das anderer Währungen.
Jenseits der Top 5
Der Devisenmarkt ist laut IG mit einem täglichen Handelsvolumen von über 6,6 Billionen US-Dollar der größte der Welt. Währungen wie der australische Dollar, der kanadische Dollar und der chinesische Yuan spielen auf diesem Markt eine wichtige Rolle und gewinnen im internationalen Handel weiter an Bedeutung.
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